Tobias Klisch neuer Trainer der SG Schozach-Bottwartal


Veröffentlicht am von Andreas Gramsch.

Nach insgesamt drei erfolgreichen Jahren wird das Projekt Spielertrainer bei der SG Schozach-Bottwartal am Ende der aktuellen Saison beendet. Dennis Saur und Benjamin Krotz haben in ihrer ersten Trainerstation zweimal die Relegation zur BWOL erreicht und in der aktuellen Saison einen großen Umbruch in der Mannschaft vollzogen. Beide bleiben der Mannschaft als Spieler erhalten.

Der 28-jährige angehende Realschullehrer Tobias Klisch ist aktuell Co-Trainer beim Drittligisten SG H2Ku Herrenberg. Durch den Landestrainer- und Bundestrainerjob seines Vorgesetzten Nico Kiener ist Klisch allerdings nicht mit einem normalen Co Trainer zu vergleichen. „Tobi übernimmt in Herrenberg deutlich mehr Aufgaben, als ein normaler Co Trainer. Er leitet eigenverantwortlich eine Vielzahl von Trainingseinheiten und ist bei vielen Spielen der Verantwortliche auf der Bank, wenn Kiener mit dem HVW oder DHB unterwegs ist“, so Gramsch. Der B-Lizenzinhaber ist eher einer der ruhigen Sorte, sehr konzentriert, sehr fokussiert und sehr detailversessen – eben ein Handballstratege durch und durch. „Tobi hat uns in den einzelnen Gesprächen immer wieder durch seine Fokussierung und durch seine Professionalität überzeugt. Er hat sehr genaue Vorstellungen und wir wollen Ihm helfen, diese dann auch bei uns umzusetzen“. Tobi Klisch ist durch und durch ein Spielgemeinschaftskind, denn er hat 1993 im Gründungsjahr der SG H2Ku Herrenberg mit dem Handball in Kuppingen begonnen und bei der SG H2Ku alle Jugendmannschaften durchlaufen. Nachdem er ab der C-Jugend durchgängig auf Landesebene gespielt hat, lief er zunächst bei den zweiten Herren der SG H2Ku Herrenberg auf und dann ab 2011 in der Drittliga Mannschaft. Seit drei Jahren ist er nun schon Co Trainer, anfänglich noch als Spieler. In den letzten Jahren hat sich dass dann immer mehr in Richtung Trainer verschoben. Zugute kam Tobias Klisch auch die Tatsache, dass Kiener immer mehr beim HVW und beim DHB im Einsatz war. Bis zum Sommer 2015 war Klisch zudem noch vier Jahre lang der Jugendkoordinator für den männlichen Bereich der SG H2Ku und hat die A Jugend trainiert. Seit 2007 ist er im Besitz der C-Lizenz und seit 2010 hat Klisch die zweithöchste Trainerausbildung, die B-Lizenz, absolviert.

Klar ist, dass Klisch einen neuen Wind in die Württembergligatruppe der SG bringen soll. Das Hauptaugenmerk legt der neue Cheftrainer der SG Schozach-Bottwartal auf die Abwehr. „Uns muss es gelingen eine stabile Abwehr zu stellen. Mit einer entsprechend aggressiven Abwehr wollen wir den Gegner schon in dessen Angriffsspiel unter Druck setzten, so dass er keine Zeit hat sich zu erholen und wir in unserer eigenen Abwehr auf die Abwehrfehler des Gegners hinarbeiten. Wenn ich hinten sicher stehe, kann ich vorne befreiter aufspielen und habe keinen Druck jeden Angriff erfolgreich abschließen zu müssen, was langfristig auch zu mehr Erfolg führt. Dazu brauche ich Spieler, die eine ballorientierte auf Ballgewinn ausgerichtete Abwehr spielen können. Wer nicht eine gewisse Grundaggressivität im Abwehrspiel zeigt, wird auch nicht erfolgreich Abwehr spielen können. Und dann wollen wir wieder mit Tempospiel nach vorne Druck aufbauen,“ gibt Tobi Klisch Einblicke in seine handballerische Denkweise. Klisch ist zudem ein klarer Verfechter des alten Handballleitsatzes – im Angriff gewinnt man Spiele, in der Abwehr Meisterschaften.

„Mitte Januar haben wir erstmals Kontakt zu Tobi aufgenommen. Der Tipp kam von Christian Zluhan, der Klisch von der gemeinsamen Zeit in Herrenberg kannte. Christian hat den Kontakt hergestellt – uns sozusagen angekündigt. Bis zum ersten Kontakt mit Tobi Klisch haben wir uns mit Christian über Tobias mehrmals unterhalten und haben dann nach den Gesprächen und unseren Recherchen ihn als den geeignetsten Kandidaten für das Traineramt herausgefiltert, wobei wir das grundsätzlich nicht nach dem Gießkannenprinzip machen, sondern in einer sehr kleinen Gruppe sehr gezielt vorgehen“, gibt Klaus Kübler Einblicke über die Vorgehensweise bei der Trainersuche.

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