Ostercamp 2017: Jens Brückner – Torwartcamp sein Sprungbrett


Veröffentlicht am von Ilka Korn.

Im September 2014 war Jens Brückner 13 Jahre und stand im Tor bei der männlichen C-Jugend des TSV Ehningen (Bezirksklasse), als er zum ersten Mal am Torwartcamp der SG Schozach-Bottwartal teilnahm. Mittlerweile sind knapp drei Jahre ins Land gegangen und Jens hat mit seinen 15 Jahren bereits eine ungewöhnliche Handballgeschichte zu erzählen. Das Camp-Fieber steckte ihn an und bis auf das Wintercamp 2015 ließ er kein Camp in Beilstein mehr aus. Das intensive TW-Training mit hochklassigen Trainern trug mit dazu bei, dass Jens einen enormen Leistungssprung gemacht hat. So wechselte er im Sommer 2015 von Ehningen zur SG H2Ku Herrenberg und spielte dort mit der C-Jugend in der Landesliga und mit der B-Jugend in der Württembergliga. Jens arbeitete weiter an sich und übernahm selbst Initiative. Er schrieb eine Bewerbung an das Leistungszentrum der Rhein-Neckar Löwen und bekam die Möglichkeit von April 2016 bis Februar 2017 jeden Dienstag in Kronau zu trainieren. Dann kam das Torwartcamp 2016 in Beilstein, wo er auf GWD Torwartrainer Norbert Potthoff traf, unter ihm trainierte und sich kontinuierlich verbesserte. Norbert Potthoff war vom Gesamtpaket Jens Brückner überzeugt und bot ihm eine Probewoche im Leistungszentrum von GWD Minden an. Der Nachwuchstorwart war überrascht davon und nahm in Absprache mit seinen Eltern dieses Angebot an. In den Faschingsferien 2017 trainierte er in Minden, besuchte dort die Schule und wohnte in der Woche im dazugehörigen Internat. Diese “Schnupperwoche” war für Jens eine große und wichtige Erfahrung mit seinen erst 15 Jahren. Wieder zuhause angekommen, besprach er mit seinen Eltern die Erlebnisse. Da Minden aber von seinem Wohnort sehr weit weg ist, blieb er vorerst in seiner Heimat und trainierte in Herrenberg weiter.

Jens ließ aber die Trainingswoche von Minden nicht aus dem Kopf. Er setzte sich an das Telefon und kontaktierte Stützpunkte, die näher zu seinem Wohnort liegen. So sprach er mit den Leistungszentren von Konstanz, Göppingen und Rimpar, ob er die Möglichkeit zu einem Probetraining bekommt. Er bekam die Zusagen um sich vor Ort im Training zu präsentieren. Von DJK Rimpar Wölfe nahm er das Angebot an und seit knapp drei Wochen wohnt, trainiert und lernt Jens im Leistungszentrum der DJK Rimpar Wölfe. Das Torwarttalent erzählt im Ostercamp 2017 begeistert von den Trainingsbedingungen dort. Mindestens fünfmal die Woche hat er Training und wird mit der B1-Jugend die Quali für die Bayernliga spielen. In der Nachwuchsförderung wird in Rimpar auch darauf Wert gelegt, dass Jens bereits bei der Zweitligamannschaft der DJK Rimpar Wölfe und auch bei der zweiten Männermannschaft mit trainiert. Jens, der nach dem Motto lebt – Es wird niemand etwas geschenkt im Leben. Um etwas zu erreichen, muss man fleißig und ehrgeizig sein – ist ein Beispiel, dass Camps mit einem großen Netzwerk ein erstes Sprungbrett im Leben eines Handballers sein können.