Kurz vor dem Start der U 18-Europameisterschaft muss Schwarzer den Kader des Titelverteidigers noch umbauen

Veröffentlicht am von Bernhard Rode.

Link: DHB.de

Nun wird es auch für das deutsche A-Jugend-Nationalteam ernst: in Podgorica in Montenegro steigen vom 12. bis 22. August die europäischen Titelkämpfe für U 18-Mannschaften.
Bei der Zusammenstellung ihres Kaders mussten die Trainer, der 319fache Ex-Nationalspieler Christian Schwarzer und sein Assistent Heiko Karrer (53 Länderspiele), manchen Rückschlag verwinden. Nach Sören Kress (Schulterbeschwerden), Nicolai Theilinger (Sportverbot wegen Rückenproblemen) und zuletzt Patrick Zieker (Meniskusriss) musste nun auch Jannick Rauschschwalbe seine EM-Teilnahme absagen. Der Lemgoer zog sich eine Fußverletzung zu, muss an Krücken gehen und steht für die EM-Endrunde nicht zur Verfügung. Für Rauchschwalbe rutscht nun Mario Stark vom TV Kirchzell ins Team. Für Linksaußen Patrick Zieker wurde mit Julius Kühn (HSG Düsseldorf) ein weiterer Rückraumspieler nachnominiert. Schwarzer: „Mit Markus Hansen haben wir einen starken Linksaußen im Kader, zur Not können auch die Rechtshänder in unserem Rückraum diese Position ausfüllen.“
Zunächst werden die deutschen Trainer offiziell nur 15 Spieler melden: „Wir werden mit zwei Torhütern nach Montenegro reisen. Da halten wir uns einen Platz offen und können bei Verletzungen sofort reagieren. Allerdings hoffe ich, dass wir nicht weiter vom Pech verfolgt werden“, sagt DHB-Jugendkoordinator Christian Schwarzer. Nach der Vorrunde kann das Trainerduo zwei Spieler ersetzen und nach der Hauptrunde noch einmal einen Akteur.
Deutschland, das bei der EM 2008 den Titel geholt hatte, bekommt es in Gruppe C mit Montenegro, mit Portugal und den starken Spaniern zu tun. Auf die Gastgeber aus Montenegro trifft die Auswahl von Christian Schwarzer gleich am ersten Spieltag, dem 12. August um 20.15 Uhr. Portugal, gegen die man sich in der Qualifikation beim 24:24 schwer tat, steht einen Tag später um 18 Uhr als zweiter Gegner auf dem Plan. Gegen die Spanier gab es im bisher einzigen Aufeinandertreffen im November letzen Jahres eine 24:32-Niederlage, wobei das Team der Iberer vom Sohn von Talant Dujshebajew, dem Trainer des spanischen Spitzenclubs Ciudad Real, glänzend geführt wurde. Spanien ist am 15. August um 18 Uhr letzter Gegner des DHB-Teams in der Vorrunde der EM. Die beiden Besten jeder Vorrundengruppe qualifizieren sich für die Hauptrunde, die zwei letzten Nationen spielen um die Plätze 9 bis 16. „In dieser Gruppe ist alles möglich. Wir können da Erster werden, aber auch Letzter. In einer EM-Endrunde gibt es nun mal keine leichten Gegner. Dank ihres großen Zusammenhalts wird sich unsere Mannschaft schon zu behaupten wissen“, so Christian Schwarzer.
Ab Montag treffen sich die Spieler der Jahrgänge 1992/93 im Handball-Leistungszentrum Großwallstadt, wo sie sich speziell auf die Vorrundengegner vorbereiten. Zudem wollen sie die Fortschritte, die sie z.B. bei der zweiten Welle gemacht haben, weiter ausbauen.

Das deutsche Aufgebot: Felix Storbeck (SC Magdeburg, 36/-), Paul Weidner (SG Flensburg-Handewitt, 22/-), Nils Torbrügge (GWD Minden, 3/7), Dennis Backhaus (HSG Düsseldorf/OSC 04 Rheinhausen, 33/75), Pascal Durak (SG Kronau-Östringen, 22/57), Kai Dippe (SG Kronau/Östringen, 11/25), Alexander Feld (HSG Düsseldorf, 3/6), Jörn Christmann (TSG Friesenheim, 3/5), Ramon Tauabo (SG Spandau/Füchse Berlin, 22/33), Patrick Schmidt (HBLZ Großwallstadt, 32/99), Jan Forstbauer (TV Bittenfeld, 31/144), Markus Hansen (VfL Bad Schwartau, 29/50), Maximilian Lipp (SG Flensburg-Handewitt, 29/54), Mario Stark (TV Kirchzell, 11/19), Philipp Weber (SC Magdeburg, 31/117), Julius Kühn (HSG Düsseldorf, -/-)
Offizielle: Christian Schwarzer (DHB-Jugendkoordinator), Heiko Karrer (DHB-Trainer), Dr. Ralf Schaeffer (Arzt), Martin Leuthner (Physiotherapeut), Stefan Armbruster (Physiotherapeut), Daniel Bandosz (Video)

Die Gruppeneinteilung der U 18-EM in Montenegro:
Gruppe A: Kroatien, Norwegen, Polen, Schweden
Gruppe B: Dänemark, Serbien, Slowakei, Russland
Gruppe C: Deutschland, Spanien, Montenegro, Portugal
Gruppe D: Slowenien, Schweiz, Island, Tschechien