TSV Weinsberg – SGB 38:29 (17:13)

Veröffentlicht am von Bernhard Rode.

Die SG Bottwartal verliert das 2. Derby gegen den Favoriten TSV Weinsberg klar und völlig zu recht mit 38:29 und ist somit nach dem Erfolg gegen Göppingen 2 wieder auf den Boden der Tatsachen der Württembergliga Nord zurückgekommen.

Die vielen mitgereisten SG Fans trauten zu Beginn Ihren Augen nicht, nichts war vorhanden von der Spielkunst und der Leichtigkeit des Göppingenspiels. Extrem viel technische Fehler und eine nicht gerade aggressive Abwehr machten es den Weinsberger Spieler leicht zum Torerfolg zu kommen. Nach 10 Minuten musste Trainer Selcho schon die Notbremse in Form des Team-Time-Outs ziehen – schon da wurde eines klar: nur mit einer gewaltigen Leistungssteigerung sollte es hier was zum holen geben. Lediglich Tobias Deuring sorgte bei den Bottwartälern in den ersten Minuten dafür, dass der TSV Weinsberg nicht schon deutlicher davonziehen konnte. Über 7:3 und 10:4 legten die Blau-Weißen vor, vergaßen aber, einige ihrer klaren Chancen zu nutzen. In der 23. Minute nahm auch Weinsbergs Trainer Baumann seine Auszeit, da sich nun auch der Schlendrian beim Favoriten aus Weinsberg eingeschlichen hatte. Allzu locker ließen die Weibertreuer die Kreisläufer und Linksaußen der SG werfen. Basierend auf einer Doppelten Hinausstellung gegen Weinsberg konnten sich die Selcho Jungs noch einmal herankämpfen und beim Halbzeitstand von 13 zu 17 keimte nochmals Hoffnung auf. Nach der Pausenansprache durch Trainer Selcho kämpfte sich die Mannschaft bis zur 35 Minuten auf 15 zu 17 an den Favoriten heran. Aber wiederum Abspielfehler und das Auslassen von besten Torchancen, gepaart mit zu passivem Abwehrverhalten, machten die Bemühungen zu Nichte. Dem schnellen Spiel des TSV, angetrieben von überragenden Markus Kübler konnten die SGler nichts entgegensetzten, so dass die Niederlage ihren Lauf nahm. Kaum ein Angriff, der noch aufgebaut ablief. Schnelle Mitte und Tempogegenstöße durch die Weinsberger ließen den Rückstand innerhalb von wenigen Minuten auf 20 zu 29 anwachsen. Nun war das Spiel gelaufen und plätscherte bis zum Endstand von 38 zu 29 so dahin. Mit etwas mehr Engagement und dem Willen auch mal auswärts an die Leistungen der Heimspiele anzuknüpfen wäre die Niederlage mit Sicherheit nicht so deutlich und ernüchternd ausgefallen. Man kann nur ein Fazit aus dem bisherigen Auswärtspartien der Württembergligatruppe der SG ziehen: Auch Auswärtsspiele gehören zum Handball und sollten ab und an gewonnen werden, denn nur mit Heimsiegen ist in dieser Liga kein Blumentopf zu gewinnen.