Herren 2: TV Möglingen : SG Bottwartal 2  25:24 (12:12)

Veröffentlicht am von Bernhard Rode.

Schock und Ernüchterung bei den Herren 2

Nun ist es also bittere Gewissheit. Die Herren 2 stehen nach der schmerzhaften Niederlage beim TV Möglingen schon mit anderthalb Beinen in der Abstiegsrunde und rutschen somit ans trostlose Tabellenende der Bezirksliga.
Die Ausgangssituation vorm Schicksalsspiel in Möglingen war eindeutig. Eine Niederlage beim bisherigen Tabellenschlusslicht durfte man sich unter keinen Umständen erlauben. Eigentlich war man zum Siegen verdammt, wollte man im Abstiegskampf noch ein Wörtchen mitreden.

Die Möglinger konnten bis zu diesem Spiel noch keinen Punkt einfahren und traten mit einer äußerst dünnen Personaldecke von nur 9 Spielern an, der eine 14 Mann starke Bottwartäler Armada gegenübertrat. Dies sollte sich für uns jedoch nicht als Vorteil erweisen. Die SG präsentierte sich trotz -oder vielleicht auch gerade wegen – der enormen Bedeutung dieser Partie, in den ersten 15 Spielminuten desolat und verunsichert. Mit 2:7 lag man Mitte der ersten Hälfte in Rückstand. Als man schon Angst haben musste, dass sich in Reihen der SG frühzeitige Resignation breit machen würde, schaffte es die Mannschaft das Ruder herumzureißen und sich bis zur Halbzeit ein 12:12 zu erkämpfen. Doch auch im zweiten Durchgang zeigte sich der Bottwartäler Angriff plan-und strukturlos. Spielerisch wurde weiterhin Magerkost aufgetischt. Auch auf ein gemeinsames Aufbäumen und geschlossene Euphorie warteten die mitgereisten Schlachtenbummler vergebens. Natürlich muss erwähnt werden, dass das Schuhebinden eines der wenigen Dinge war, das die beiden Unparteiischen an diesem Abend richtig machten. Doch die Schuld bei den Referees zu suchen, wäre nicht richtig und zu einfach. Am Ende muss man sich schlicht und einfach eingestehen, dass man hochverdient verloren hat und sich gemeinsam schämen darf.

Bei den Buchmachern stehen die Quoten auf den Klassenerhalt der SG2 noch hinter denen einer Hochzeit des Yeti und der Zahnfee. Nichtsdestotrotz ist der Sprung auf einen rettenden Tabellenplatz rein rechnerisch immer noch möglich. Auch wenn unser letzter Hoffnungszweig nun mehr als marode vom Ast baumelt, sollten wir weiterhin auch an die kleinste Chance glauben. Allem voran die Ehre und eine eventuelle Abstiegsrunde, in die die erspielten Punkte aus der jetzigen Runde mitgenommen werden, gebieten es, die noch anstehenden Spiele mit höchstmöglichem Einsatz zu bestreiten und hoffentlich auch zu gewinnen.

Sportliche Grüße von der SG2!!!
Es spielten: Dominik Salles (TW), Max Vogel, Hannes Kurz, Simon Weiberle, Jörg Bauer, Michael Rieker, Michael Salwat, Volker Widmann, Michael Pichl, Martin Dittel, Alexander Fein und Malte Barz. Trainer: Nils Koch
DaKra