Herren1: In der zweiten Halbzeit geht fast nichts mehr

Veröffentlicht am von Thomas Bossert.

Beilstein Die Württembergliga-Handballer der SG Bottwartal verlieren mit 25:36 gegen den Tabellenprimus. Von Julia Spors
Dass der TSV Weinsberg in der Württembergliga eine Klasse für sich darstellt, ist allgemein bekannt. Dennoch haben die Handballer der SG Bottwartal am Samstagabend zu Hause auf eine kleine Überraschung gegen den Tabellenführer gehofft, hatte man das Unmögliche in der vergangenen Runde doch bereits einmal geschafft. Dass es diesmal nichts werden würde, zeigte sich jedoch schnell. Zu viele Hundertpozentige vergaben die Bottwartäler in der ersten Hälfte, verloren dann zu Beginn der zweiten Halbzeit völlig den Faden, so dass der Klassenunterschied beim 25:36 (13:20) mehr als deutlich wurde. „Weinsberg war uns in allen Belangen überlegen“, analysierte SG-Trainer Ralf Selcho nach dem Schlusspfiff.
„Zu Beginn haben wir unsere Chancen nicht genutzt, und später war Weinsberg einfach zu schnell für uns“, fasste Krunoslav Jelinic nach der Heimniederlage zusammen. „Wir sind viel zu nachlässig gewesen und haben zu viele technische Fehler gemacht“, ergänzte Teamkamerad Michael Henninger enttäuscht. Vor allem am Kreis wollte es in den ersten 30 Minuten einfach nicht klappen. Mehrmals war Stefan Kandziora frei zum Wurf gekommen, scheiterte aber jedes Mal am starken Weinsberger Schlussmann Arthur Czech. Ebenso wie später Thorsten Brock. „Diese Dinger müssen drin sein“, monierte Coach Selcho später, bescheinigte seinem Team in den ersten 20 Minuten aber eine ordentliche Leistung. Bis zum 8:11 in der 17. Minute hielten die Gastgeber auch noch mit, dann warfen die vergebenen Chancen aus dem Rückraum und von Außen das Team aber zurück und die Weinsberger schraubten das Ergebnis auf 8:16 (22.) nach oben.
Beim Stand von 13:20 ging es in die Pause und in dieser schöpften die Beilsteiner noch einmal etwas Hoffnung. „Dann ging aber fast nichts mehr“, sagte Ralf Selcho. Drei Tore der Weinsberger zum 13:23 machten allen Optimismus auf SG-Seite zunichte. Das Spiel war gelaufen. In der Folgezeit demonstrierten die Gäste eindrucksvoll, warum sie an der Tabellenspitze stehen. In der Abwehr gab es kaum mehr ein Durchkommen für die Bottwartäler, und im Angriff schlossen die Gäste ihre Spielzüge locker ab. „Wir haben einfach kein Mittel gefunden“, merkte Selcho an. Zu einfallslos und zu statisch agierten seine Akteure im Spiel nach vorne, trafen in der ersten Viertelstunde in Halbzeit zwei gerade dreimal. Anders die Gäste. In der 45. Minute führten sie beim Stand von 31:16 gar mit 15 Toren, nahmen dann aber einen Gang heraus. Dadurch kam die SG noch einmal etwas heran und konnte verkürzen. „Ansonsten hätten wir wie vergangene Woche in Göppingen wohl wieder mit 20 Toren verloren“, mutmaßte Ralf Selcho und hofft nun, dass es keinen Knacks in seiner Mannschaft gibt. „Wir müssen die vergangenen zwei Spiele jetzt erstmal sacken lassen. Gegen Weinsberg und Göppingen kann man verlieren. Aber die Art und Weise wie, hat Spuren hinterlassen“, ist sich der Coach sicher und ist froh, dass sein Team nun eine Woche Spielpause hat, um sich wieder etwas zu berappeln.
SG Bottwartal: Goldfuß, Neumann – Jelinic (3), Stettner (2/1), Gneiding (5), Brock (1), Käfer (2), Vieler (4), Koch (2), Henninger (3), Kandziora, Weiberle (1), Frank (2).
31.01.2011

Von Julia Spors