Bundesliga-Qualifikation der männlichen A-Jugend

Veröffentlicht am von Andreas Stütz.

Bericht der Marbacher Zeitung vom 30.05.11

Schon vor der Langhanshalle in Beilstein, neben Grill und Biertischgarnituren, hörte man Tröten, Trommeln und lautes Geschrei. Kein Wunder, denn in der Halle unterstützten die mitgereisten Fans ihre Jungs. Mannschaften aus Württemberg, Baden und Bayern nahmen den Weg ins Bottwartal auf sich, um sich für die neu geschaffene A-Jugend-Bundesliga zu qualifizieren.
 

Bekannte Vereine wie die JSG Balingen/Weilstetten, die SG Leutershausen oder der TuS Schutterwald waren mit von der Partie. Das Ziel war für alle dasselbe: Bundesliga! Die Mannschaften wurden in zwei Gruppen geteilt. Dabei wurde darauf geachtet, dass die Teams, die in der ersten Qualifikationsrunde schon aufeinandergetroffen waren, in verschiedenen Gruppen spielten. Des Weiteren sollten auch Vereine des gleichen Handballverbands getrennt werden. Somit spielte die Gruppe 5 mit der JSG Balingen-Weilstetten, der SG Leutershausen, der HG Erlangen und dem TuS Schutterwald in der Langhanshalle in Beilstein, und die Gruppe 6 mit der HG Oftersheim-Schwetzingen, dem TuS Fürstenfeldbruck, der HSG Konstanz und dem TSV Haunstetten in der Sporthalle „In den Bäderwiesen“ in Oberstenfeld.

In beiden Hallen waren die Zuschauerränge gut gefüllt, und sowohl auf dem Spielfeld als auch bei den Fans merkte man, dass es um einiges ging. „Die Spieler und Zuschauer haben sich über die gute Organisation gefreut, und es waren tolle Spiele“, bewertet SG-Vizevorstand Andreas Gramsch den Ablauf des Turniers. Aggressiv und hoch konzentriert agierten die Spieler auf dem Parkett. Die Trainer gestikulierten wild und sprangen am Spielfeldrand auf und ab. Und die mitgereisten Anhänger, ausgerüstet mit Schals und Plakaten, taten ihr Bestes, um ihr Team nach vorn zu peitschen. Schon nach dem ersten Spiel setzte die JSG Balingen/Weilstetten ein Ausrufezeichen. Die spielerisch wohl stärkste Mannschaft des Tages gewann ihr erstes Spiel gegen die SG Leutershausen souverän mit 21:16 und unterstrich somit die Ambitionen auf den Gruppensieg. Und schon nach zwei von drei Spielen der Balinger stand fest, dass sie als Gruppensieger den direkten Sprung in die Bundesliga schaffen, da sie den direkten Vergleich gegen den HC Erlangen für sich entschieden.

In Oberstenfeld hingegen gab es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zweier Teams: Der TSV Haunstetten und vor allem die Spieler der HG Oftersheim/Schwetzingen, welche den anderen Mannschaften körperlich weit überlegen waren, zeigten sich in der Favoritenrolle. Somit kam es zum entscheidenden Spiel zwischen den beiden Teams. Nach der Spielzeit von zweimal 20 Minuten hatte der TSV Haunstetten die Überraschung perfekt gemacht. Er gewann das hart umkämpfte „Finale“ und sicherte sich somit den Gruppensieg und die direkte Qualifikation für die Bundesliga.

Nun sah der Modus vor, dass die Zweitplatzierten der beiden Gruppen um den dritten Platz und die Drittplatzierten um den fünften Platz spielen sollten. Denn sollten sich die B-Jugend-Vertreter des Süddeutschen Handball-Verbandes für das Final Four bei der B-Jugend qualifizieren und die HBL von ihrer Wildcard-Regelung in der Form Gebrauch machen, so würden die Plätze drei bis fünf ebenfalls für den Sprung in die Bundesliga reichen. In den Platzierungsspielen schlug der HC Erlangen die HG Oftersheim/Schwetzingen mit 21:18 und wurde Dritter. Im Spiel um Platz fünf gewann die HSG Konstanz gegen die SG Leutershausen mit 20:15.

Am Ende des Tages merkte man den Spielern, denen nun selbst das Laufen schwerfiel, die Gesamtspielzeit von 160Minuten sichtlich an. „Die Jungs waren völlig platt“, bewertete auch Andreas Gramsch den Zustand der Spieler.