Herren1: „Wir müssen die Wende schaffen und das schnell“

Veröffentlicht am von Bernhard Rode.

Jelinic konzentriert sich ab sofort auf das Handballspielen

Nach dem missglückten Start in die Württembergliga bittet Spielertrainer Krunoslav Jelinic darum, ihn aus den Pflichten des Spielertrainers zu entbinden, um sich verstärkt als ordnende Hand auf dem Feld einzubringen.

„Wir müssen die Wende schaffen und das schnell. Jeder muss seine Stärken einbringen“, mit diesem markanten Satz begann Krunoslav Jelinic das Gespräch am letzten Dienstag mit dem SG Vorstand und hat um die Trennung der Ämter Trainer und Spieler gebeten. Während des offenen und ehrlichen Gesprächs fügte Jelinic die Gründe für sein Anliegen an: „In der momentanen Situation kann ich nicht beide Aufgaben zu 100% erfüllen und dies ist gerade jetzt das Wichtigste. Ich denke, ich helfe der Mannschaft momentan auf dem Feld mehr als auf der Bank.“

Trotz der fünf Niederlagen, in denen, mit Ausnahme des Spiels in Leonberg, die Mannschaft teilweise sehr gute Sequenzen zeigte und ihr Können unter Beweis stellte, ging Spielertrainer Jelinic diesen konsequenten Weg. „Da zeigt sich ein echter Profi“ so der sportliche Leiter Klaus Kübler, der mit Jelinic auch über einen geeigneten Trainer bzw. die neue Konstellation im Trainerstab sprach. Beide, sowie der restliche Vorstand, waren sich schnell im Klaren, dass es nur eine Möglichkeit für die Nachfolge geben kann. Nach dem die Mannschaft im Schnitt 31,4 Tore schießt und somit an 4. Stelle der Tabelle der geschossenen Tore steht, allerdings auch 35 Tore pro Spiel kassiert, ist die Marschroute für die restliche Runde klar: „Das Hauptaugenmerk des neuen Trainers muss in der Abwehrarbeit liegen. Tore werfen können die Jungs, das haben Sie gegen Waiblingen, in Göppingen und Fellbach sowie zuhause gegen Oppenweiler bewiesen. Nur verteidigen gehört nicht zu den Lieblingsaufgaben und das muss sich schleunigst ändern“, so der 2. Vorstand Andreas Gramsch.

Mit Silvio Korn wird ab sofort der Trainer der zweiten Mannschaft das Sagen bei den Herren 1 haben. Korn kennt die Mannschaft aus vielen gemeinsamen Trainingseinheiten und einigen Spielen, die er selbst angeschaut hat. „Ich freu mich auf die Aufgabe und vor allem auf die Zusammenarbeit mit Kruno. Kruno ist ein ganz wichtiger Führungsspieler und wird mein verlängerter Arm auf dem Spielfeld sein“, so der mehrjährige Regionalligaspieler Silvio Korn. Ganz früh war eine derartige Konstellation die Diskussionsgrundlage und von allen Beteiligten die einzige Variante, die in Frage kam. „Silvio Korn hat die volle Unterstützung der Vereinsführung und er hat die komplette Personalverantwortung“, erklärt der sportliche Leiter und Vorstandsmitglied Klaus Kübler.

„Meine Stärke ist das Abwehrspiel. Ich will keine Spiele mit 40 zu 35 gewinnen“ so der engagierte Trainer Korn, der den Spielern in seiner Antrittsrede klar zu erkennen gab, dass Sie nun in der Schuld des Vereins und der Fans stehen, „wer sich in meinen Spielsystemen nicht zurechtfindet oder sich nicht einordnen kann wird das merken und gegebenenfalls die Konsequenten tragen müssen.“ Silvio Korn will Respekt, Teamgeist und bedingungslosen Einsatz in der Abwehr, das waren wichtige Gründe, warum sich die Führung der SG und Jelinic auf Silvio Korn als Nachfolger geeinigt haben.

Am Dienstagnacht bzw. Mittwochmorgen fanden die abschließenden Gespräche statt, so dass am Mittwochabend die Mannschaften informiert werden konnten und die Herren 1 zu ersten Mal unter ihrem neuen Trainer trainieren konnte.