Sensation beinahe geglückt, Bittenfeld vor der Brust und endlich Land in Sicht.

Veröffentlicht am von Trainer.

Sch – Die Enttäuschung über eine Niederlage beim Tabellendritten aus Schwäbisch Gmünd hätte sich sicherlich in Grenzen gehalten, fuhr man doch mit erneut geschwächter Besatzung zum bekannt heimstarken Aufstiegsaspiranten. Dass man die 30:26 (13:14) Niederlage am Ende doch als unglücklich bezeichnen kann, war im Vorfeld nicht unbedingt zu erwarten. Über 50 Spielminuten konnte sich die SG in fremder Halle behaupten und über die gesamte Spieldauer größtenteils in Führung liegen. Gestützt auf einer grundsoliden 3-2-1-Abwehr um Organisator Florian Koch und den widergenesenen Stefan Kandziora zwangen die Mannen von Trainer Silvio Korn den Gastgeber häufig zu Distanzwürfen und Torabschlüssen unter Bedrängnis, welche im stark aufgelegten Daniel Neumann einen dankbaren Empfänger fanden.

 

Dass man am Ende die verdienten Auswärtspunkte noch aus der Hand geben musste war sicherlich dem immensen Kräfteverschleiß der SG-Truppe zuzurechnen, die erneut keine ausreichenden Wechselmöglichkeiten hatte und ihre Leistungsträger 50 und teilweise gar 60 Minuten durchspielen lassen musste.

 

Neben dem defensiv wie offensiv an Effektivität kaum zu überbietenden Florian Koch war es an diesem Abend besonders der langzeitverletzte Stefan Kandziora, über dessen Leistung Trainer Korn allen Grund zur Freude hatte. Nicht nur die bloße Tatsache, dass er nach monatelanger Verletzung wieder ins Spielgeschehen eingreifen konnte war erfreulich, sondern der langjährige Abwehrchef unterm Langhans bewies ohne erkennbaren Eingewöhnungsbedarf, dass man mit ihm eine bisher schmerzlich vermisste Säule im bottwartäler Spiel zurückgewonnen hat. Wenn es ihm in den nächsten Wochen gelingt, sich auch im Angriffsspiel in gewohnter Manier einzubringen und dabei das lädierte Knie behutsam an die Belastungen heranzuführen dürfte Trainer Silvio Korn einen wichtigen Leistungsträger zurückgewinnnen.

 

Trotz einer erneuten Nullrunde am nunmehr 11. Spieltag stimmt die Leistung in Gmünd besonders vor dem Hintergrund des vorangegangenen Heimdebakels hoffnungsvoll, zudem trifft man am kommenden Sonntag in Gronau auf den Mitabstiegskonkurrentren aus Bittenfeld.

 

Dass dann die ersten Punkte der Saison erspielt werden können und müssen steht außer Frage. Zwar muss das Team ohne den erneut beruflich verhinderten Florian Koch auskommen und die Rückkehr der beiden kroatischen Neuverpflichtungen scheint ebenfalls nicht bis Sonntag realisierbar, dennoch glaubt die Mannschaft und ihr Umfeld aus Verantwortlichen, Trainern und Fans an das so dringend benötigte Erfolgserlebnis.

 

Aktuell trennen sie SG und den ersten festen Nichtabstiegsplatz acht Punkte. Der vermeintliche Relegationsplatz steht sieben Punkte entfernt. Da sich am kommenden Spieltag mit der SG Lauter und dem TV Oppenweiler die beiden Elftplatzierten gegenüberstehen kann die Korn-Truppe den Rückstand am Sonntag auf sechs Punkte reduzieren, zudem kommt es noch vor der Winterpause zu weiteren Kellerduellen gegen Bietigheim und Lauter, in denen es für die SG Bottwartal darum geht, die wahrlich verkorkste Hinrunde versöhnlich abzuschließen und die Entscheidung über Abstieg und Klassenerhalt in die Rückrunde zu vertagen.

 

Die gesamte Spielgemeinschaft – die Mannschaft und die Vereinsführung im Besonderen – ist sich der prekären Lage bewusst und dennoch der vollen Überzeugung, dass „der Fisch noch lange nicht geputzt ist“!

 

Im Umfeld der Mannschaft ist von Resignation oder gar Aufgabe Nichts zu spüren, das Team wird auch in den Einheiten dieser Woche voll mitziehen und brennt darauf, am Sonntag mit den Fans in der Gronauer Arena(Spielbeginn 16,30 Uhr) die ersten Punkte der Saison einzufahren.