Damen 1: Marbacher Zeitung – Katharina Vogel hält die Hoffnung am Leben.

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Im Rennen um den Aufstieg in die Landesliga haben die Bezirksliga-Handballerinnen der SG Bottwartal einen ersten Dämpfer erlitten. Im Hinspiel der Relegationsendrunde unterlag das Team von Trainer Jörg Bauer trotz der Unterstützung zahlreicher Schlachtenbummler in eigener Halle der SV Remshalden 19:21.

Um den Aufstieg in die Landesliga zu meistern, ist im Rückspiel am kommenden Samstag also ein Sieg mit drei Toren Differenz nötig. „Es ist schon bitter, wir waren zumindest an einem Remis nah dran. Aber ich habe große Hoffnung auf einen Sieg im Rückspiel“, erklärte Bauer. Dass dieses Ziel für die SG nicht einfach umzusetzen sein wird, haben die Gäste in der Beilsteiner Langhanshalle vor allem in der ersten Halbzeit angedeutet: Mit einer sicher wirkenden 6:0-Abwehr und schnell vorgetragenen Kombinationen in der Offensive überzeugten die Remshaldenerinnen den neutralen Zuschauer. Mit flotten Ballstafetten hebelte die SVR die SG-Abwehr immer wieder aus. Dass die Bottwartälerinnen noch eine realistische Chance auf den Aufstieg haben, liegt vor allem an Katharina Vogel. Die Torhüterin zeigte eine ansprechende Leistung und parierte sieben von neun Siebenmetern. Zum Vergleich: Auch die SG Bottwartal bekam neun Strafwürfe zugesprochen, verwertete davon sieben. Die 23-jährige Vogel wehrte zudem zahlreiche Würfe aus dem Spiel heraus ab – und hielt ihre Mannschaft so im Spiel.

Vor allem in den Anfangsminuten war Vogel ein wichtiger Faktor, da die SG-Spielerinnen kaum in die Partie gefunden hatten. „Wir haben zu viele technische Fehler gemacht und zu Beginn haben wir mehr mit dem Ball, als mit dem Gegner gekämpft“, kritisierte Jörg Bauer. Immer wieder vertändelten die Gastgeberinnen den Ball im Spiel nach vorne und kamen zu entsprechend wenigen Torabschlüssen. Die sonst so torgefährliche Stefanie Wolf nahmen die Gäste förmlich aus dem Spiel, ihre vereinzelten Würfe aus dem Rückraum konnten meistens von der Abwehr geblockt werden.

Nach ihrem 1:0-Führungstreffer befand sich die SG im ersten Durchgang bis zum 9:9-Halbzeitstand pausenlos in Rückstand. Nach 15 Minuten lagen die Gastgeber 3:7 hinten. Ein Fehlstart drohte, doch eine Leistungssteigerung verhalf zur Aufholjagd. „Wir haben über die Härte ins Spiel gefunden“, sagte Bauer, der von einer intensiv geführten Partie sprach. Nach dem Seitenwechsel ging die SG durch einen Siebenmeter von Sabrina Kalmbach mit 11:10 in Front, doch die Gäste drehten die Partie schnell wieder zu ihren Gunsten und gaben die Führung nur noch beim 14:14 (45.) und 19:19 (57.) aus der Hand. Zwischenzeitlich hatte Remshalden beim 18:15 (50.) und 19:16 (52.) ein Polster herausgespielt. Doch erneut brachten verwandelte Siebenmeter von Kalmbach die SG zurück ins Spiel. Drei Minuten vor dem Ende hatte Lisa Kümmerlen beim Stand von 19:19 die Gelegenheit zur Führung, der Ball flog aber am linken Torpfosten vorbei. Als dann Top-Torjägerin Sabrina Kalmbach wegen einer Zwei-Minuten-Strafe in der Schlussphase fehlte, trafen die Gäste noch zweimal zum 21:19-Endergebnis zu ihren Gunsten.

„Meine junge Mannschaft hat gesehen, dass sie gegen Remshalden mithalten kann. Letztlich hat das Team gewonnen, das weniger Fehler gemacht hat“, meinte Jörg Bauer. Im Rückspiel kommenden Samstag möchte das dann sie SG Bottwartal sein.

SG Bottwartal: Vogel – Ocker, Weller, Waldenberger, Fein, Kraft, Kümmerlen, Siegele (1), Wolf (4/1), Kalmbach (11/6), Döttinger (3), Bubeck, Lena, Arndt.

Von Andreas Hennings