SG Bottwartal verpflichtet weiteren Hochkaräter – Ex-Bundesligaspieler Markus Rossmeier verstärkt die rechte Angriffsseite des Landesligisten

Veröffentlicht am von Andreas Stütz.

Sch – Die sportliche Leitung der SG Bottwartal war seit Wochen auf der Suche nach einem leistungsstarken Linkshänder um die bis dato schwach besetzte, rechte Angriffsseite zu stärken. Dass man mit Markus Rossmeier einen Top-Mann mit Erst- und Zweitligaerfahrung verpflichten konnte kann jedoch getrost als Transfercoup bezeichnet werden.

Der 29-jährige Rossmeier kommt ursprünglich aus Mainz und war jahrelang für die SG Wallau-Massenheim aktiv, mit der er in der ersten und zweiten Bundesliga aktiv war. Im Team mit unter anderem Pascal Hens, Dominik Klein und Jens Thiedke erreichte „Rossi“ in der Saison 2004/2005 den achten Platz in der Beletage des Welthandballs.

Nach einer Zwischenstation beim Münsteraner Zweitligisten führte sein Weg vor drei Jahren zum damals noch ambitionierten Oberligisten HV Stuttgarter Kickers. Schnell konnte sich Rossmeier sowohl sportlich, als auch beruflich in Stuttgart etablieren, was auch den Ausschlag dafür gab, über die vergangene Saison und den Rückzug der Kickers aus der dritten Liga hinaus in Schwaben zu bleiben.

Über Handballveteran und Spielerberater (u.a. Dennis Saur) Markus Becker, der seit Jahren gute Kontakte zur Bottwartäler Vorstandschaft pflegt, sowie Kumpel und Ex- wie Neu-Mitspieler Dennis Saur kam Rossmeier schnell mit der SG Bottwartal und ihrem ambitionierten Projekt in Kontakt und konnte sich schnell dafür begeistern. „Ich habe in den Gesprächen mit der Vereinsführung und auch mit Dennis (Saur d.Red.) schnell gemerkt, dass ich hier an einem tollen Projekt teilhaben und langfristig etwas bewirken kann“, erzählt Rossi von seinem Weg zur SG. „Mit Markus wollen wir ebenso wie mit Dennis langfristig planen. Bei Dennis haben wie einen 3 Jahresvertrag abgeschlossen und bei Markus einen Einjahresvertrag mit Option auf weitere 2 Jahre, da bei Markus sich im kommenden Jahr ein beruflicher Wechsel innerhalb seines Arbeitgebers ergeben kann, wollten wir diese Option für beide offen halten,“ stellt Sportchef Klaudt die langfristige Ausrichtung der SG Bottwartal klar. Dies ist ein deutliches Zeichen, dass beide Spieler trotz jahrelanger Präsenz im Profi- und Semiprofigeschäft die langfristige Perspektive und die Ziele der SG Bottwartal teilen und sich hier verwirklichen wollen.

„Wir sind heilfroh, mit Rossi einen weiteren Hochkaräter unserer jungen Perspektivtruppe hinzufügen zu können. An seinen Legern und Trickwürfen sind schon Omeyer, Bitter und Konsorten verzweifelt, ich bin mir sicher wir werden alle sehr viel Freude an ihm haben. Zudem ist er ein absoluter Teamplayer und Kumpeltyp, zu dem unsere jungen Spieler schon nach den ersten Trainingseinheiten aufschauen. Man merkt, dass Rossi ein klasse Handballer ist“, freut sich SG-Vorstand Andreas Gramsch über Führungsspieler Nummer zwei, der aus dem Kader der Stuttgarter Kickers ins Bottwartal wechselt.

Mit der Verpflichtung von Markus Rossmeier sind die Kaderplanungen für die kommende Saison zwar schon recht weit fortgeschritten aber noch nicht ganz abgeschlossen. „Wir haben noch zwei sportlich sehr interessante Anfragen auf dem Tisch, die wir nun menschlich, sportlich und finanziell bewerten müssen. Wir sind mit der derzeitigen Kaderplanung voll zu frieden und können unsere selbstgesteckten Ziele durchaus erreichen. Für den Platz an der Sonne ist der Kader aktuell noch nicht ausgeglichen genug. Aber die Vorbereitung dauert ja noch etwas an. Gerade die Ansätze bei den Spielern aus der zweiten Mannschaft wie auch bei den Neuzugängen sind sehrt gut“, so ein zufriedener Vorstand Gramsch.

„Wir haben aus der Vergangenheit gelernt und werden uns im Hinblick auf unsere sportliche Planung jetzt nicht zurücklehnen. Mit der letzten Verpflichtung für diese Saison beginnt die Vorbereitung auf die Darauffolgende“, gibt SG-Sportvorstand Udo Klaudt zu bedenken und ergänzt „wir haben schon ein paar junge Spieler auf unserem Beobachtungsbogen, die wir in den ersten Spielen der neuen Saison beobachten werden.“

Die Fans und Freunde der SG dürfen sich nun erstmal auf einen mit Vorbereitungsspielen, Stapler Rent HBL unterm Langhans und dem Trainingslager des TV Hüttenberg handballerisch prall gefüllten Spätsommer freuen, ehe es mit neuem Schwung in die Landesligasaison geht.
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