Hank Feuerschieber: Im Bottwartal geht´s voran – auf dem Feld und vor der Kamera.

Veröffentlicht am von Bernhard Rode.

Liebe SG Gemeinde,

 

die Saisonvorbereitung ist in vollem Gange, wer momentan von der handballfreien Zeit spricht hat schlichtweg die sprichwörtliche Pfanne heiß. Bei vier wöchentlichen Trainingseinheiten, denen ich als Chefanalytiker der SG natürlich vollumfänglich beiwohne, hängt dem roten Knabenchor von Dirigent Rolfe das Kunstharz sichtlich zu den Segelohren hinaus.

 

Dass sich Chorleiter Fischer in der letzten Trainingswoche eine Auszeit vom stetig durch die Langhanshalle schallenden Gejammer seiner Buben über fehlende Liegezeiten im kommunalen Spaßbad und die menschenunwürdige Klimatisierung problemlos nehmen konnte liegt nicht zuletzt am bis zur Selbstaufgabe trainingswilligen Konzertpianisten Eppinger, der Fischer´s Ensemble auch in diesem Jahr den Stimmbruch aus jeder Schweißpore treibt.

 

Dass sich die harte Arbeit bezahlt macht und erwiesenermaßen erst die physische wie psychische Fitness die spielerischen Fähigkeiten einer Mannschaft zur Entfaltung kommen lässt zeigte sich auch am gestrigen Mittwochabend, als sich Rolfes Jungs den hochdekorierten und in ihren gelben Hemdchen wirklich putzig aussehenden Spielern des Württembergligisten aus Remshalden gegenüber sahen.

 

Dass das Spiel mit 4 Toren gewonnen werden konnte freute nicht nur die über 50 Zuschauer auf der Tribüne, auch Trainer Fischer konnte der versammelten Handballkompetenz im Foyer der Langhanshalle einen positiven Spielbericht überbringen. Zugegeben fehlten mit Deutschländer und „dem/der Roten“ die zwei vermeintlichen Ober-Würste auf Seiten der Remshaldener, dennoch waren sie als eingespielte und erfahrenen Top-WL-Mannschaft ein anständiger Gradmesser für die Leistungssträrke des Teams um den am gestrigen Abend als weiße Ballerina verkleideten Dennis Saur.

 

Ein wahres Highlight steht mit der Stapler Rent HBL unterm Langhans am kommenden Wochenende bevor. Frei nach der strategischen Masterthese im Privatfernsehen „Keine Zuschauer ohne Fremdscham“ werden sich am Freitagabend im Rahmen des Gerümpelturniers 10 mehr oder weniger schmerz- und schamlose Teams ein großes Ringelpietz, hoffentlich mit Anfassen liefern.

 

Wem nach dieser gastrogroßhandelsartigen Fleischbeschau unbeweglicher Körper (die ästhetisch wundervollen Ausnahmen der regulär vorgeschrieben zwei Damen pro Team sind hiervon ausdrücklich ausgeschlossen!!!) nicht oder nicht mehr schlecht ist, kann ab Samstag vier Top-Teams in Aktion bewundern.

 

Dass ein Event solchen Ausmaßes überregionales Interesse hervorruft war abzusehen,  trotzdem freue ich mich besonders auf das Team des SWR, welches am Sonntag zum Dreh nach Beilstein kommen wird und mich, Hank Feuerschieber, mit einem Schlag bzw. einem Bericht wieder ins Rampenlicher des öffentlichen Medieninteresses bringen wird.

Das kommende Wochenende wird der Bottwartäler Handballgemeinde also ein großartiges Fest bereiten, soviel steht fest.  Trotzdem blicke ich ungewiss in die nahe Zukunft der SG, noch stehen viele Fragen unbeantwortet im Raum. Werden die Parkplatzkapazitäten rund um die Langhanshalle dem Massenandrang stand halten? Hat Gastro-Papst Hägar ausreichend Nachschub im Ballraum? Wird der TGV-Ausschuss den Antrag von Pressemann Schmidt auf Gründung einer Abteilung Sumoringen annehmen? Wann werden sich Markus Käfer und die Nr 18 aus Remshalden zu ihrer jungen Liebe öffentlich bekennen? Und was wird aus Florian Koch, dem seit 3 Monaten in nordkoreanischem Einzelarrest inhaftierten und vom auswärtigen Amt offenbar noch nicht befreiten Team-Manager der SG-Herren?

Über die Geschehnisse während und den Medienrummel nach dem Wochenende sowie den weiteren Verlauf der Saisonvorbereitung werde ich Sie aus meiner fachlich wie analytisch über jeden Zweifel erhabenen Sicht selbstverständlich weiterhin informieren, bis dahin bleiben sie sauber oder lassen Sie sich wenigstens nicht erwischen,

 

herzlichst Ihr

 

Hank Feuerschieber