Herren 1: "Am Ende zählen die zwei Punkte" – Fischer-Truppe dreht unerwartet enges Spiel erst in der Schlussphase

Veröffentlicht am von Trainer.

Sch – Die Zuschauer in der Beilsteiner Langhanshalle standen vor ihren Sitzplätzen, applaudierten begeistert und die Mannschaft um Spielmacher Dennis Saur bedankte sich mit der rituellen Welle für die Unterstützung auf dem Weg zum ersten Saisonsieg. Dass die Zuschauer erst ab Mitte der zweiten Halbzeit in Fahrt kamen mag daran gelegen haben, dass sich der Gast aus Horkheim über weite Strecken nicht mit der Rolle des Aussenseiters zufrieden gab und vor allem die Abwehr der SG permanent vor Probleme stellte.

Nach gutem Start und einer 3:0 Führung kamen die Horkheimer besser ins Spiel und gestalteten dieses über weite Strecken der ersten Halbzeit ausgeglichen. Trotzdem ging es mit 14:11 in die Halbzeitpause, nachdem Youngster Heiko Günther mit einer Serie toller Paraden sein Team in Unterzahl auf Kurs hielt.

“ Heiko hat heute sehr stark gehalten, auch seine Kommunikation mit der Abwehr wird immer besser.“ – Dirk Bellon

Den Beginn der zweiten Halbzeit verpennten die Bottwartäler dann komplett, die wie entfesselt aufspielenden Damir Marjanovic und Markus Rossmeier hielten ihr Team phasenweise im Alleingang im Spiel, konnten jedoch nicht verhindern, dass die Gäste in der 56. M

inute erneut durch ihren starken Kreisläufer mit 27:29 in Führung gingen.

In den turbulenten Schlussminuten versagten den jungen Horkheimern die Nerven und im Gegensatz zum Pokalspiel gegen Neckarsulm war es diesmal die SG, die im entscheidenden Moment zur Stelle war und den Sieg in buchstäblich letzter Sekunde in Form eines geblockten Freiwurf festhielt.

Die Freude über den ersten Sieg war riesig, die Erleichterung bei Spielern und Trainerstab groß, Rolf Fischer wusste den Sieg trotzdem direkt nach Schlusspfiff einzuordnen: „Horkheim hat eine engagierte und starke Leistung geboten. Wir waren vor allem in der Defensive zu statisch, in der Absprache im Mittelblock hat es nicht gepasst und wir haben den Kreisläufer somit nicht unter Kontrolle gebracht. Horkheim hätte zumindest einen Punkt verdient gehabt.“

Auch Spielmacher Dennis Saur gab sich nach dem Spiel erleichtert über den knappen Sieg und zitierte einen wahren Klassiker der gesprochenen Sportweisheiten: „Wer die engen Dinger trotzdem gewinnt, steht meist auch am Ende oben.“

Ob die SG wirklich schon ein Topteam ist wird sich am kommenden Wochenende zeigen, wenn Fischer und seine Mannschaft beim Aufstiegs-Mitfavoriten in Bönnigheim gastieren.

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