Vorstellung des neuen Jugendkoordinators Silvio Korn

Veröffentlicht am von Bernhard Rode.

Vorstellung und Interview mit neuem Jugendkoordinator Silvio Korn

DK – Gute Neuigkeiten zu vermelden gibt es aus dem Jugendbereich der SG Bottwartal. Der Verein darf sich über Silvio Korn in der Funktion des Jugendkoordinators freuen. Silvio betreute in der vergangenen Saison die 1.Männermannschaft und dürfte den meisten SG’lern bereits bekannt sein. Seine beeindruckende Handball-Vita startete Silvio Korn in  Hoyerswerda in der damaligen DDR. Von dort aus ging es für Silvio nach Berlin, wo er die Berliner Sportschule besuchte und für Dynamo Berlin in der 1.Liga die Handballschuhe schnürte. Nach weiteren Stationen in Regensburg (Regionalliga), Milbertshofen (Regionalliga) und einem Comeback in Hoyerswerda (2.Liga) verschlug es Silvio ins Unterland, wo er den TGV Abstatt als Spielertrainer und Trainer bis in die Landesliga führte. Schon in Abstatt engagierte sich Silvio in der Jugendarbeit und besitzt seit vier Jahren die C-Trainerlizenz. Seit 2011 schlägt sein Herz für die SG Bottwartal.

Soviel zu deiner Person Silvio. Aber sag mal, was macht eigentlich ein Jugendkoordinator?

Korn: „Ich bin als Jugendkoordinator in erster Linie für die technische und taktische Schulung unserer Jugendspieler verantwortlich. Es ist wichtig, dass man schon bei den ganz Kleinen Wert darauf legt, dass sie die Regeln verstanden haben und vernünftig passen können. Denn das ist das A und O. In diesem Bereich sollte man nichts verpassen. Edwin Gahai als mein Partner kümmert sich eher um Angelegenheiten wie den Kontakt zu den Eltern und Schulen, unsere Trainingscamps oder die Umsetzung unseres Werteleitbilds.“

Und was genau tust du um die Technik und Taktik zu schulen?

Korn: „Seit Beginn der Sommerferien läuft unser Fördertraining. Für die weiblichen und männlichen  E-und D-Jugenden bieten wir montags von 17.30 bis 19.00 Uhr und freitags von 17.15 bis 18.30 Uhr jeweils in Gronau Fördereinheiten an. Hier setzen wir bei den Basics an. Was bisher noch bei vielen wie Kugelstoßen aussieht, soll hier zu ordentlichen Pass-und Wurffähigkeiten weiterentwickelt werden. Das Programm für die C-und B-Jugenden läuft auch bald an. Im Prinzip könnten auch A-Jugendliche und Aktive vorbeikommen. Würde dem ein oder anderen vielleicht gar nicht schaden. Außerdem wollen wir neben bereits etablierten Events wie dem Winter-/Sommer-und Ostercamp demnächst u.a. einen ver

einsinternen Schiedsrichterlehrgang für die Jugend und unsere Schiedsrichter organisieren. Dies dient zum einen der Regelkunde und soll zum anderen Jugendliche für das Amt des Schiedsrichters begeistern. Wenn dabei auch nur eine/r überzeugt wird, haben wir schon gewonnen.“

Welche weitblickenden Ziele verfolgst du in deiner neuen Funktion?

Korn: „Wir wollen möglichst viele leistungsstarke Spieler aus der Jugend herausbringen, um wieder mehr Eigengewächse im Aktivenbereich zu integrieren. Ich hätte gerne, dass möglichst zeitnah alle Jugendtrainer im Verein eine Trainerlizenz erwerben. Auch vereinsinterne Trainerfortbildungen sollen in Zukunft zur Normalität werden. Nur mit qualifizieren Leuten kann man im Jugendbereich etwas erreichen und Fortschritte erwirken. Ich sehe, dass es viele ambitionierte und trainingshungrige  Jugendspieler in unserem Verein gibt. Wir möchten dafür sorgen, dass diese eine optimale Ausbildung und ausreichend Trainingsangebote erhalten. Dafür möchte ich auch haben, dass jede Jugendmannschaft mindestens zweimal in der Woche trainieren kann..“

Wann können wir dann mit dem ersten Schützenkönig aus der Talentschmiede rechnen?

Korn: „So ein Jugendkonzept ist natürlich nicht von heute auf morgen umsetzbar. So ein Prozess dauert. Ich hoffe, dass wir in drei bis vier Jahren die ersten Früchte unserer Arbeit sehen können.“

Wovon hängt das ab?

Korn: „Es ist enorm wichtig, dass sich jeder so gut es eben geht in die Jugendarbeit mit einbringt. In erster Linie müssen die Jugendlichen selbst mitziehen und das Angebot sich zu verbessern und weiterzuentwickeln nutzen. Eltern sollen sich interessieren und mit einbringen. Und selbstverständlich erwarte ich auch, dass sich die Männer und Frauen aus dem Aktivenbereich für die Jugendarbeit einsetzen und ein Traineramt übernehmen. Oder zumindest mal ein Gasttraining leiten. Was das angeht hinken wir anderen Vereinen noch gewaltig hinterher. Das muss man ehrlich sagen. Dabei haben wir wirklich tolle Spielerinnen und Spieler in den aktiven Mannschaften, die den Jugendlichen einiges beibringen könnten.

Silvio, ich danke Dir für dieses Gespräch.

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