Die gläserne SG Bottwartal –  Bericht zum jährlichen Infoabend

Veröffentlicht am von Bernhard Rode.

Die gläserne SG Bottwartal – Bericht zum jährlichen Infoabend für die Handballabteilungen des SKV Oberstenfeld, TV Großbottwar und der HG Steinheim-Kleinbottwar

Bei der Gründung der SG Bottwartal waren den Verantwortlichen zwei Dinge extrem wichtig:

Die SG Bottwartal ist ein offenes Konstrukt und soll als Ziel haben, dass die Handballabteilungen des SKV Oberstenfeld, TV Großbottwar und die HG Steinheim Kleinbottwar dort mit integriert werden.

Wir informieren unsere „Wunschpartner“ jährlich über den Werdegang der SG und über unsere Ziele und Vorhaben.

Dies haben wir so auch in der Präambel festgehalten und über all die Jahre auch so praktiziert – so auch vor Kurzem.

Jugendchef Edwin Gahai brachte es im Planungsgespräch für den Infoabend auf den Punkt als er anmerkte, „wir wollen einfach Transparenz schaffen, da zum einen das Wohl des Handballs im Bottwartal und insbesondere die sportliche und menschliche Entwicklung unserer Mitglieder im Fokus steht. Wir müssen endlich lernen, dass wir die Gräben zwischen den einzelnen Vereinen zuschütten müssen, wenn wir nachhaltig Erfolg haben wollen. Traditionen sind gut und wichtig und diese leben in den Stammvereinen auch weiter aber Tradition kann auch einen neuen Weg beleuchten, denn Traditionen müssen gemacht werden und man kann sich nicht immer auf dem Alten und Bekannten ausruhen.“

Geleitet von den abschließenden Worten von Edwin Gahai aus der Planungssitzung wurden, wie jedes Jahr, unsere Nachbarvereine zum Infogespräch im Herbst nach Gronau eingeladen.

Der Einladung folgten  die stellvertretende Abteilungsleiterin Handball und die beiden Fördervereinsvorstände des SKV Oberstenfeld, für den TV Großbottwar nahm der Abteilungsleiter Handball teil, zudem durften wir die Vorstände der HG Steinheim-Kleinbottwar  sowie die beiden Vorstände der SG Bottwartal Stammvereine vom TSV Gronau und TGV Beilstein sowie den Vorstand des Fördervereins SG Bottwartal Handball begrüßen.

Um alle den gleichen Background zu geben wiederholte Vorstand Andreas Gramsch nochmals die Beweggründe für die Gründung der SG Bottwartal und wies nochmals deutlich auf die schon in der Präambel niedergeschriebene Offenheit des Konstrukts für die weiteren Handballabteilungen im Bottwartal sowie die Ziele der SG hin. Im Laufe des Gespräches stelle Gramsch deutlich heraus, dass aus organisatorischen und infrastrukturellen Gründen eine sofortige Gründung einer großen SG Bottwartal nicht umzusetzen gewesen wäre. „Erst nach dem der Versuchsballon SG Bottwartal mit den beiden Vereinen aus Beilstein und Gronau 100%ig funktioniert, wäre eine strukturierte, terminlich abgestimmte und organisierte Integration weiterer Handballabteilungen im Bottwartal möglich gewesen. In der SG Klausurtagung im Mai 2013 wurden für die Sondierungsgespräche, beginnend im Januar 2014, für den gemeinsamen Spielbetrieb 2015, eine Planung erstellt“, so Vorstand Gramsch. Leider kam nun die von Seiten der SG Bottwartal nicht nachvollziehbare Lösung einer JSG Großbottwar und später einer JSG (Jugendspielgemeinschaft) des SKV Oberstenfeld, TV Großbottwar und der HG Steinheim-Kleinbottwar, dazwischen. Auf die Frage was gegen eine sukzessive Integration in die SG Bottwartal sprechen würde, kamen wenig inhaltliche Argumente, sondern es wurden wieder die altbekannten Themen wie, „Beilstein und Gronau liegen nicht im Bottwartal“, „mit der Namenswahl hat man sich einiges verbaut“, „wir benötigen keine Spielgemeinschaft über alle Mannschaften“, „wir wollen unsere Traditionen erhalten“, „man muss die handballerische Vielfalt im Bottwartal erhalten“ und „wir bauen auf eigene Spieler auch in höheren Klassen“. Auch auf Nachfrage von TGV Vorstand Paul Stadel, ob es außer den genannten und bekannten Gründen noch weiter Punkte gibt, wurden keine weiteren Gründe gegen eine Integration genannt. TSV Abteilungsleiter und SG Vorstandsmitglied Bernd Feierabend hinterfragte kritisch den Punkt der Vielfältigkeit. “Vielfältigkeit zu definieren über die Anzahl an unterschiedlichen Handballvereinen ist auf Grund der Tatsache, dass die Kinderzahlen rückläufig sind (demographischer Wandel) absolut der falsche Weg und wird ja auch mit der geplanten JSG zwischen Oberstenfeld, Großbottwar und Kleinbottwar/Steinheim ad absurdum geführt.“

Vorstand Gramsch machte nochmals deutlich, dass die SG Bottwartal willens und nun auch in der Lage ist, weitere Handballabteilungen zu integrieren. „Das Gerüst der SG Bottwartal steht, aber die SG ist lebendig und so haben wir eine große Vielzahl an Gestaltungsmöglichkeiten, in denen sich alle Partner weiterhin einbringen können und auch sollen. Aber es ist auch klar, dass eine Spielgemeinschaft nur über bestimmte Bereich absolut kontraproduktiv ist. Dies gilt auch und insbesondere für den Jugendbereich.“

Auch weiterhin wird und will die SG Bottwartal die handballerischen Nachbarn informieren und hofft natürlich auf eine gegenseitige Einladung von der JSG. In wie weit Bedarf für eine Integration in die SG Bottwartal besteht, liegt nun nicht mehr in der Hand der SG. „Wir haben unseren Willen gezeigt und unseren Wunsch geäußert, nun sind die Verantwortlichen des SKV Oberstenfeld, TV Großbottwar und der HG Steinheim-Kleinbottwar am Zug. Auch können wir das Argument, „wir sind ja nicht gefragt worden“ nicht gelten lassen, denn wir gehe ja auch nicht täglich zur Feuerwehr und sage das es nicht brennt. Dass die SG funktioniert, wohl besser als viele Kritiker gehofft haben, liegt auf der Hand und lässt sich nach fast vier Jahren eindrucksvoll nachweisen“ so Vorstand Gramsch abschließend.