Wintercamp 2014: Marbacher Zeitung berichtet über das Mega-Camp der SG Bottwartal

Veröffentlicht am von Ilka Korn.

Beilstein – Riesig ist der Platz nicht, den Kurt Reusch mit seiner Übungsgruppe am Donnerstagnachmittag zur Verfügung hat, aber das muss er auch nicht sein. Denn beim Abwehrtraining im Rahmen des Wintercamps der SG Bottwartal, kommt es hauptsächlich auf die Meter direkt vorm Tor an. Ordentlich gedeckt werden soll hier, so dass die Angreifer gar nicht erst zum Wurf kommen. „Lauft euch frei“, ruft Kurt Reusch der Offensivgruppe zu, als sie von den drei Abwehrspielerinnen eingekreist ist. Man merkt: Ohne Bewegung geht hier nichts – genauso wenig wie ein paar Meter weiter beim Torwart-Training von Chrischa Hannawald und Dirk Bellon.

Richtig nach unten beugen sollen sich die Nachwuchs-Keeper bei jedem Wurf von Hannawald. In die Knie gehen und den zweiten Arm als Deckung ebenfalls über den Körper beugen. „So habt ihr eine größere Fläche“, erklären die Profis. Die Jugendlichen sind ganz gebannt und mit Feuereifer dabei – obwohl sie bereits einen ganzen Vormittag in den Knochen haben. So viel wie beim zweitägigen Camp lernen sie jedoch selten, denn individuelles Training steht hier ganz oben auf der Prioritätenliste. „Wir versuchen, den Kindern altersgemäß alle Basics des Handballs nahe zu bringen und jeden Einzelnen zu fördern“, erklärt Organisator Edwin Gahai. Verantwortlich dafür sind 16 Trainer. Eine ganze Menge, was kleine Gruppen und dadurch gezieltes Arbeiten möglich macht. Insgesamt mischen in den zwei Tagen 110 Jugendliche beim Camp mit – von der E- bis zur A-Jugend. Egal ob Schlagwurf-Techniktraining, Täuschungen-Anwendungstraining oder Abwehrtraining, Neuland sind die Übungen für den Handball-Nachwuchs nicht. Sie sind jedoch anders – auch weil die Jugendlichen mit Trainern arbeiten, die sie sonst nicht kennen. Kraft und Stabilität, Athletik und Koordination sowie Langhanteltraining rundeten das zweite Wintercamp ab. (Marbacher Zeitung 04.01.2014)