Ostercamp: 1.200 Essen frisch gekocht, das ist eine besondere Herausforderung und Verantwortung

Veröffentlicht am von Andreas Gramsch.

„Guten Morgen“ schallt es am Montag morgen durch die noch leere Küche des Herzog Christoph Gymnasium. Fünf gut gelaunte Camphelfer stärken sich mit einer Tasse Kaffee und legen dann los. Nun beginnen die Rädchen hinter den Kulissen anzulaufen. Am Samstag wurden die nicht verderblichen Sachen eingekauft und das Equipment in die Schulküche gefahren. „Als erstes müssen wir nun die verderblichen Sachen in den Kühlwagen bzw. in die Kühlschränke verstauen und dann geht es los“, so Schneider.  „Mittlerweile sind wir ziemlich gut ausgerüstet um dem Ansturm Herr zu werden. Für uns ist schon immer wichtig gewesen, dass wir frisch kochen und auch frische Zutaten verwenden“, so Tobi Schneider einer der Köche. Sechs Gerichte für über 200 Teilnehmer und Trainer gilt es vorzubereiten. Nicht einfach und eine große Herausforderung und Verantwortung . „Es soll nicht wie in einer Großküche schmecken sondern wie bei Muttern“, lacht Inge Gramsch, die seit vielen Jahren ehrenamtlich hilft und schon bei den Bezirksspielfesten für über 1.000 Teilnehmer den Kochlöffel geschwungen hat.

Die Auswahl der Speisen ist ausgewogen und kindgerecht. Neben Pasta mit Bolognesesoße stehen auch Maultaschen, Gulasch mit Reis und Fleischküchlein mit Kartoffelpüree auf dem Speiseplan. Immer begleitet werden die Gerichte von einem großen Salatbüfett und einem Nachtisch. Selbstverständlich gibt es extra für die Vegetarier fleischlose Gerichte. Ebenso werden auf die vielen anderen Allergien Rücksicht genommen und extra Essen zubereitet.

88 kg Maultaschen, 12 kg Gulasch, 15 kg Hackfleisch, 440 St. Fleischküchlein,  25 kg Nudeln, 15 kg Reis, 20 kg Kartoffelbrei, 10 kg Kartoffeln, 30 kg Kartoffelsalat, 10 Salatköpfe, 30 Gurken, 6 kg Karotten, 200 Mouse au Chocolate, 200 Vanillecremes, 400 Joghurt, 200 Bayrisch Cremes, 200 Schoko/Vanillepuddings  und noch vieles mehr sind die Verpflegungsdaten für das Ostercamp 2014. „Es versteht sich von selbst, dass wir bei diesen Mengen in erster Linie unsere Sponsoren bei den Bestellungen berücksichtigen,“ so Edwin Gahai. „Zudem bedanken wir uns mit einem weinigen Gruß aus dem Bottwartal bei allen Trainern. Die Weine und Sekte stammen von unseren Weinsponsoren und es wird von Camp zu Camp durchgewechselt so dass jeder zum Zug kommt“, stellt Gahai nochmals den regionalen Charakter in den Raum.

Am Ostermontag steht das Vorkochen an. Ab 07:30 Uhr geht es los. „Team 1 kümmert sich um die Beilagen, Team 2 um die Nachtische, Team 3 bereitet die Pasta und den Gulasch vor.  Mittlerweile haben wir da ein ganz gutes Händchen, wir kochen frisch und bereiten alles soweit vor, so dass die Helferinnen und Helfer an den Camptagen nur noch die Salate machen müssen, alles andere ist fertig und steht im Kühlwagen zum Aufwärmen bereit. Selbst die Nudeln und der Reis werden vorgekocht. Wir haben einem Gastronomen über die Schultern schauen dürfen und haben uns einige Tricks mit „Geling-Garantie“ abgeschaut. Erstmals werden wir einen Kombidämpfer einsetzten, der das Regenerieren der Speisen noch einfacher machen wird“, so Camp Organisator Gahai.

Eines stand auch mit dieser großen Anzahl an Teilnehmern nie zur Debatte – „wir wollen keine Fertiggerichte und auch keinen Caterer, der das Essen macht oder bringt. Wir wollen Frische und vor allem wollen wir wissen, was verarbeitet wurde“, stellt Edwin Gahai einen weitere Besonderheit der SG Camps heraus.

Ab Dienstag geht es dann rund – täglich müssen mittags und abends 200 hungrige Mäuler gestopft werden. So dass insgesamt ca. 1.200 Essen über die Essensausgabe gehen.  „Eine Herkulesaufgabe, da die Kinder grundsätzlich keine Zeit haben und sie lieber wieder in die Halle wollen“ lachen Elke Gahai und Sonja Schneider vom  Küchenteam. Neben zahlreichen Eltern helfen bei jedem Camp die AD (attraktive Damen, die Redaktion) der SG. „Auf Ihr Wissen und Ihre Tatkraft kann das Camp schon fast nicht mehr verzichten“, ist Andreas Gramsch, 2. Vorstand Stolz auf die Unterstützung.

Wenn Sie sich ein eigenes Bild machen wollen, sind Sie gerne eingeladen, schauen Sie beim Ostercamp 2014 in der Langhanshalle, im Vereinszimmer, in der Stadthalle oder in der Küche vorbei. Gäste sind gerne willkommen.

Selbstverständlich steht unseren Gästen und Zuschauern der übliche Ausschank im Foyer zur Verköstigung zur Verfügung. Es steht also nichts im Wege, sich bei einer Tasse Kaffee, einem Schorle oder einem alkoholfreien Weizen das Treiben in der Sporthalle anzuschauen und fachkundige Gespräche zu führen.