Herren 1: SG Bottwartal steht nach starker Saison mit leeren Händen da

Veröffentlicht am von Ilka Korn.

SG Bottwartal – TSB Schwäbisch Gmünd 29:35 (12:14)

SG Bottwartal steht nach einer starken Saison mit leeren Händen da

Die Enttäuschung und Niedergeschlagenheit war den Spielern der SG Bottwartal nach der 29:35 Niederlage gegen den Württembergligisten TSB Schwäbisch Gmünd in der Beilsteiner Langhanshalle am Samstagabend anzusehen. Auch im Rückspiel musste man der Mannschaft von Trainer Michael Hieber den verdienten Triumph lassen und neidlos anerkennen, dass die bessere Mannschaft nun in die Aufstiegsrunde um den BWOL-Platz marschiert ist. Trotz der großen Enttäuschung wurde die Mannschaft von Dennis Saur und Benjamin Krotz in der vollen Halle gebührend gefeiert. Abhaken heißt es und neue Ziele abstecken. Das Bottwartaler Publikum kann sich auch in der neuen Württembergliga-Saison auf spannende Derbys gegen den SKV Oberstenfeld, TV Flein, TSV Weinsberg oder die Necharsulmer Sportunion freuen und die SG wird mit einem noch stärkeren Bottwartaler Kader (Neuzugänge Rico Reichert und Philipp Kroll) den Fans einen sicher konstanteren Handball bieten.

Die Konstanz fehlte jedenfalls der Saur- Truppe bei den beiden Relegationsspielen und machte sie für den Gegner leicht ausrechenbar. Vor einer bis auf den letzten Platz gefüllten Kulisse begann der heiße Tanz. Bottwartal agierte von Beginn an mit einer offensiven Abwehr gegen Djibril M´Bengue und Aaron Fröhlich, fand aber bereits in der Anfangsphase gegen den schnellen und variablen Angriff der Gmünder keine erfolgreichen Mittel. Der TSB, auf die offensive Abwehr vorbereitet, blieb so in der 8.Minute mit 4:4 dran und zog zur 12. Minute auf 4:7 davon. Im Beilsteiner Hexenkessel ergaben sich im weiteren Spielverlauf immer mehr Lücken für Dominik Sos und Wolfgang Bächle, die es allein auf 17 Tore brachten. Dem gegenüber war die SG hauptsächlich auf die Alleinvorstellung von Dennis Saur und Emanuel Sonnenwald angewiesen, da andere Leistungsträger wie Damir Marjanovic, Flaviu Onofras oder Tobias Deuring ihr Potenzial nicht abrufen konnten, besser gesagt, kaum ins Spiel fanden, und die Außenspieler wie Ezequiel Pardales und Markus Rossmeier viel zu wenig ins Spiel gebracht wurden. Technische Fehler und verzweifelte Wurfversuche paarten sich mit Ratlosigkeit im SG-Abwehrverhalten gegenüber den schnellen Außenspielern des TSB. So blieben die Gäste mit 12:14 zum Pausenpfiff vorn und nur der Superoptimist konnte noch an eine Spielwende glauben.

In der zweiten Spielhälfte zeigte sich ein ähnliches Bild. Gmünd war spielte mit Druck einen schnellen Ball und war bereits zur 32. Minute mit 12:16 davongezogen. Der unermüdlich kämpfende Emanuel Sonnenwald brachte zwar die SG noch auf 14:16 heran, aber das war auch das einzige Aufflackern der Bottwartäler. Max Häfner, Dominik Sos und Wolfgang Bächle setzten ständig nach und nutzten über zahlreiche Tempogegenstöße die sich bietenden Tormöglichkeiten und erschossen die Gastgeber fast im Alleingang. Hinzu kam, dass auch SG-Torhüter Benjamin Krotz nicht seinen besten Tag erwischte und gab so Mario Schultz die Möglichkeit zu einem Einsatz mit fortlaufender Spielzeit. Sein Gegenpart, Sebastian Fabian, konnte erneut mit über 20 Paraden aufhorchen und war ein weiterer spielentscheidender Faktor. Bereits zur 55. Minute war so mit dem 27:31 für die Gmünder alles in trockenen Tüchern und Bottwartal musste am Ende eine bittere und ernüchternde 29:35 Niederlage einstecken.

SG Bottwartal:
Benjamin Krotz, Mario Schultz – Sebastian Schmitz (3), Ezequiel Pardales (1), Flaviu Onofras, Markus Rossmeier (5), Emanuel Sonnenwald (8/1), Markus Käfer (2), Dennis Saur (8/3), Michael Schick, Damir Marjanovic (2), Tobias Deuring, Malte Barz, Tom Kircher.

TSB: Fabian, Engler – S. Frey (3/1), Schamberger (2), Waibel, Tobias (2), Fröhlich (2), Czypull, Schwenk, F. Häfner, Bächle (8), Sos (9/4), M. – Häfner (5), M’Bengue (4)

Gelbe Karte: SGB (Schmitz, Käfer, Saur) – TSB (Frey, Waibel, Tobias, Heidler)

Zeitstrafen: SGB-10 Minuten (Schmitz, Sonnenwald, Käfer, Saur, Schick) – TSB 14 Minuten (Schamberger (2x), Waibel, Fröhlich, Sos, M´Bengue, Bächle)

Zuschauer: 650

Schiedsrichter: Marc Volle, Frank Härterich

Spielfilm: 2:2 (5.), 4:5 (10.), 4:7 (15.), 7:9 (20.), 9:12 (25.), 12:14 (30.) – 14:17 (35.), 17:19 (40.), 19:23 (45.), 23:26 (50.), 27:31 (55.), 29:35 (60.)

Ilka Korn(SGB)

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