Herren 1: Harte Vorsaison hinterlässt Spuren – schwierige Vorbereitung für das Württembergligateam der SG Bottwartal

Veröffentlicht am von Ilka Korn.

Nach der überaus strapaziösen Saison 2013/2014 mit den beiden Relegationsspielen gegen Schwäbisch Gmünd als abschließenden Höhepunkt läuft die Vorbereitung der SG Handballer alles andere als positiv. Auf Grund der extrem langen Spielzeit baten die beiden Spielertrainer erst im Juli zum Trainingsauftakt. Deutlich später als üblich, aber „wir brauchen einfach 4 Wochen Erholung, die Akkus sind bei allen leer“, machte Spielertrainer Saur schon nach den Relegationsspielen auf das Problem der langen Saison aufmerksam. Zu allem Übel haben sich gerade zum Ende der vergangenen Saison einige Spieler schwerer verletzt, als die ersten Untersuchungen der medizinischen Abteilung es vermuten ließen. „Rossi und Flaviu haben so gut wie keine Einheit in der Vorbereitung mitmachen können und ihr Einsatz zu Rundenbeginn ist mehr als fraglich“, gibt sich Saur etwas angefressen.

In der Tat sind die beiden Verletzungen eine verzwickte Sache. Markus Rossmeier laboriert seit Vorbereitungsbeginn an einer Muskelverletzung in der Wade, die sich schon in den letzten Spielen der Runde bemerkbar gemacht hat. Ein wirkliches Mannschaftstraining lässt die Verletzung nicht zu. Seine Teilnahme am Pokal am kommenden Wochenende ist ausgeschlossen und ebenso fraglich sind die ersten Saisonspiele. „Wir dürfen da nichts über das Knie brechen, die Verletzung muss auskuriert werden und erst wenn die medizinische Kooperation grünes Licht gibt wird Markus spielen“, so Saur.

Bei Flaviu Onofras hat das Knie ebenfalls schon Mitte der letzten Saison angefangen zu zwicken. Während der 4 wöchigen aktiven Ruhephase sah alles bestens aus, allerdings mit Beginn der Vorbereitungszeit traten die Probleme erneut so heftig auf, dass ein operativer Eingriff am Knie nicht mehr zu umgehen war. Obwohl nach dem operativen Eingriff von Dr. Hertel sofort mit der Reha begonnen wurde, wird auch Flaviu am Wochenende und bei den ersten Saisonspielen das Ganze von außen anschauen müssen. „Es ist wichtig, dass die verletzten Spieler den Kontakt zum Team nicht verlieren, daher legen wir Wert darauf, dass auch verletzte Spieler im Training sind und dass ein Teil der Reha unter Anleitung während des Mannschaftstrainings stattfindet“, so Krotz.

Die letzte Hiobsbotschaft kam dann am Montag nach dem Vorbereitungsturnier. Nach einem unspektakulär wirkenden Zusammenstoß mit den Knien laboriert Spielertrainer Saur an einer Meniskusverletzung, deren weiterer Verlauf noch nicht absehbar ist. Saur plagt sich schon mit einer Schulterverletzung aus der vergangene Saison herum, dazu kam ein Sehnenanriss in der Vorbereitung und nun der Schaden im Knie – keine einfache Situation für die Saur/Krotz Truppe.

Ezequiel „Kalle“ Pardales ist nach seinem 4 wöchigen Hochzeitsurlaub aus Argentinien wieder am vergangenen Sonntag zurückgekehrt. „Es versteh sich von selbst, dass wir da eine Ausnahme gemacht haben, auch wenn das ganze natürlich mit Blick auf die vielen verletzten Spieler ein unglücklicher Zeitpunkt war. Ezequel muss sich jetzt natürlich sehr schnell akklimatisieren und bis zum Rundenstart das Verpasste aufholen“, so Teammanager Hauser.

Gerade deswegen fordern beide Trainer von ihren Schützlingen bedingungslosen Einsatz und eine hohe Bereitschaft für den anderen einzustehen. Benjamin Krotz hat hierbei eine klare Vorstellung, „gerade in solchen Phasen zeigt sich, wer eine Führungsrolle innehat und sich zu 100% in den Dienst der Mannschaft stellt. Der Pokalwettbewerb am Sonntag kommt genau richtig. Wir wollen nochmals unter Wettbewerbsbedingungen testen, denn alle Spieler müssen sich damit auseinandersetzen, dass sie auch auf Positionen zum Einsatz kommen, auf denen sie üblicherweise nicht so oft spielen.