Damen 1: SG Schozach-Bottwartal dem isländischen Erstlgisten mit 16:35 unterlegen

Veröffentlicht am von Ilka Korn.

Es war schade, dass die SGSB Mädels nicht in Bestbesetzung antreten konnten. Urlaubs-, berufs- und verletzungsbedingt haben mehrere Spielerinnen gefehlt, was nicht zu kompensieren war. Am Ende war vor den knapp 200 Zuschauern somit nicht das Ergebnis wichtig, sondern einfach das Erlebnis gegen eine isländische Topmannschaft gespielt zu haben.

„Es war ein tolles Spiel. Leider konnten wir nicht aus dem Vollen schöpfen,“ so ein sichtlich bedrückter Coach König nach dem Schlusspfiff. Zu Beginn des Spiels konnten die beiden Trainer, Ralph König und Nico Löbich, gerade einmal auf 10 Spielerinnen zurückgreifen, davon zwei Spielerinnen aus dem Bundesligakader der weiblichen A Jugend. Mit Jasmin Szota, Sarah Kreh und Katharina Bieser befanden sich drei Spielerinnen im Urlaub, zudem war Vanessa König noch verletzt und Laura Richter weilte beim Supercup in Stuttgart. Lisa Kümmerlen musste bis 20:00 Uhr arbeiten und Stand nur 15 Minuten später in der Halle und konnte ihre Mitspielerinnen in der zweiten Halbzeit noch unterstützen. „Das war auch das generelle Problem, wir konnten nicht so wechseln wie das bei einem solchen Gegner notwendig gewesen wäre “, so Trainer Löbich.

Die ersten 5 Minuten waren von Seiten der SGSB mit zaghaftem Handball ohne Mumm und Risiko geprägt und so leuchtete schnell ein 0:5 auf der Anzeigentafel. Haukar legte los wie die Feuerwehr und merkte recht schnell, dass die SGSB an diesem Tag kein wirklicher Gegner sein würde, der große Gegenwehr leisten kann. Aber nachdem der anfängliche Respekt abgelegt wurde, kam nun die beste Phase der SGSB Mädels, es wurde, basierend auf einer gut aufgelegten Jessica Reinhardt im Tor, die sich mit einigen Paraden auszeichnen konnte, ein ordentlicher Handball gezeigt. Als die Hallenanzeige die 10. Spielminute anzeigte, stand es 4:7 und weitere 5 Minuten später 5:8. Nun hatten die SGSB Mädels mehrmals die Möglichkeit auf ein Tor heranzukommen. Oskar Armannsson reagierte folgerichtig mit einer Auszeit und stellte seine Spielerinnen neu ein. Trotz der kurzen Verschnaufpause brach die Mannschaft der SGSB nach der Auszeit völlig ein. Vier einfache Ballverluste durch technische Fehler und vier blitzsaubere Kontertore der Isländerinnen stellten den alten Abstand wieder her. Über die Spielstände 5:12 und 5:17 zogen die Spielerinnen von Haukar uneinholbar davon. Mit ein Grund hierfür war die ab der Auszeit schwache Chancenauswertung unserer Mädels, alleine Stefanie Kazmaier scheiterte mehrmals an Pfosten oder Latte. 13 Minuten gelang den König/Löbich-Schützlingen kein Tor. Erstmals war die SG dann wieder in der 29. Spielminuten per Strafwurf erfolgreich und konnte zum Halbzeitstand von 6:22 einnetzen.

In der zweiten Halbzeit wechselte Haukar kräftig durch und die SGSB Mädels konnten deutlich besser mithalten. Nach 45 Minuten stand es 12:30 und mit Lisa Kümmerlen kam die lang ersehnte weitere Spielerin, die ihren Mitspielerinnen tatkräftig unter die Arme griff. 15 Minuten vor Spielende konnte dann auch noch Samira Antl aus der A Jugend ihr Können im Tor zeigen und überzeugte ebenfalls mit tollen Paraden. Schlussendlich verloren die SGSB Mädels deutlich mit 16:35. Aber es war eigentlich egal was auf der Anzeigetafel stand, alle Beteiligten hatten enormen Spaß bei diesem außergewöhnlichen Testspiel. Gemeinsam machten sich beide Teams über die Lasagne her und stärkten sich nach getaner Arbeit im Foyer. Für die SGSB Mädels geht es am 20.08. in Gronau weiter mit einem Test gegen die WL Mannschaft der HSG Strohgäu und dann am Samstag, den 22.08. mit dem eigenen Vorbereitungsturnier in der Beilsteiner Langhanshalle gegen die TSG Wiesloch (Badenliga) und die HSG Kochertürn/Stein (WL)

Haukar