Herren 1: „Vaihingen kann für uns kein Gradmesser sein!“ – Philipp Kroll im Gespräch

Veröffentlicht am von Ilka Korn.

Nach dem klaren 24:38 Auswärtssieg beim Aufsteiger SV Vaihingen war Ilka Korn im Gespräch mit Philipp Kroll, der mit 16!!! Toren ein großes Achtungszeichen setzte.

Philipp Kroll

Philipp Kroll – SG Schozach-Bottwartal 2015/2016 Foto: IK/SGB

IK: Philipp, Gratulation zu diesem überzeugenden Sieg. Du hast mit 16 Toren erneut für Aufsehen gesorgt in der Württembergliga. Wie fällt dein Fazit zum Spiel beim Aufsteiger aus?

Philipp Kroll: Danke für die Glückwünsche. Ich bin mit meiner Leistung und auch mit der des gesamten Teams sehr zufrieden. Wir sind toll mit einem 1:8 gestartet, dann hatten wir eine Schwächephase, die unser Gegner zum 7:11 nutzte. Bis zur Halbzeitpause konnten wir uns wieder fangen. Nicht ganz optimal ging es in die 2. Halbzeit, in der wir aber mit fortlaufender Zeit immer besser spielerisch zu überzeugen wussten. Der hohe Auswärtssieg ist natürlich ein super Start in die neue Saison, aber Vaihingen war und darf für uns kein Gradmesser sein. Da warten mit Weinsberg, Remshalden oder auch Neckarsulm ganz andere Kaliber auf uns. Bereits nächste Woche empfangen wir Flein und da wird sich zeigen wie aussagekräftig der Sieg in Vaihingen ist.

IK: Gestern gab auch dein Bruder Wolfgang sein Debüt im Trikot der SG Schozach-Bottwartal. Wie hast du aus diesem Gesichtspunkt den Ligaauftakt gesehen?

Philipp Kroll: Ich freue mich sehr, dass ich mit Wolfgang nach langer Zeit wieder gemeinsam spielen kann, auch wenn wir gestern im Spiel nicht zusammen auf dem Feld standen. Mein Bruder war ca. 10-15 Minuten auf der Platte, da bekam ich aber eine Verschnaufpause ;-) .

IK: Neben der Verpflichtung deines Bruders ist auch neu, dass du diese Saison nicht mehr mit der 61 aufläufst, sondern die 10 trägst. Deine Fangemeinde interessiert natürlich, warum es zu dem Wechsel kam?!

Philipp Kroll:  Seit dem ich Handball spiele, trage ich, bis auf wenige Ausnahmen, schon immer die 10, die eine familiäre Bedeutung hat. Mein Vater spielte mit der 10 Fußball und meine Mutter lief mit der 10 beim Handball auf. Letztes Jahr hatte bei der SG Ezequiel „Gaucho“ Pardales noch die 10 getragen und mir zu verstehen gegeben, dass es ihm als Argentinier sehr wichtig wäre, wenn er sie behalten kann. Ich fand in der Saison schnell mit der 61 eine Alternative, da es der Jahrgang von meiner Mutter ist und mein kleiner Bruder ja mit der 58, dem Jahrgang meines Vaters, spielt. Mit dem Weggang von Ezequiel trage ich nun wieder wie gewohnt die 10 …

IK: Danke für das Gespräch, Philipp. Wir wünschen dir eine weiterhin so erfolgreiche und verletzungsfreie Runde.