Herren 1: Wolfgang Kroll heuert bei der SGSB an – Eine Mischung aus Bruder- und Freundschaftsdienst

Veröffentlicht am von Ilka Korn.

Die Vorbereitung und insbesondere die letzten Wochen haben gezeigt, dass der Ausfall von Spielertrainer Dennis Saur nicht so ohne weiteres zu kompensieren ist und schwerer wiegen wird als vermutet. „Die Qualität ist auf jeden Fall im Kader vorhanden, um die Lücke von Dennis zu schließen und war definitiv nicht der Grund für unser Handeln. Aber eben die Quantität reicht nicht aus. Dies ist auch unserer neuen Spielweise geschuldet“, erläutert Sportvorstand Klaus Kübler die Neuverpflichtung. „Wir haben uns für eine Verjüngung des Teams entscheiden und haben gemerkt, wie wichtig der Führungsspieler Saur gerade für die jungen Spieler ist“, so Kübler.

Mit Wolfgang Kroll wird ab sofort der Bruder von Rückraumshooter Philipp Kroll das rote Trikot der SGSB tragen. „Die Idee, Wolfgang zu fragen, kam eigentlich von Philipp – eben ein echter Bruderdienst. Ich selbst kenne natürlich Wolfgang schon lange und weiß was er kann. Daher eben die Mischung aus Bruder- und Freundschaftsdienst. Ich bin mir sicher, dass er uns entsprechend weiterbringen wird“, so Saur. Wolfgang Kroll wird die SGSB vorerst bis Ende Dezember verstärken, denn ab Januar ist dann das Comeback von Saur auf dem Feld geplant. „Sollte Dennis dann noch nicht so weit sein und noch etwas mehr Zeit für die Rekonvaleszenz benötigen, kann er sich die Zeit nehmen, da wir dann den Vertrag mit Wolfgang eben verlängern“, gibt Kübler Einblick in die Details der Absprache mit Kroll.

Wolfgang Kroll ist ein erfahrener Rückraumspieler der im Angriff auf allen Positionen im Rückraum eingesetzt werden kann. Er hat zudem noch große Stärken in der Abwehr. Ziel ist es, den beiden Mittelmänner Emanuel Sonnenwald und Lukas Volz in der Abwehr gewisse Schonzeiten zu geben, den Abwehrverbund aber dennoch zu verstärken und auch im Angriff dem einen oder anderen Rückraumspieler die notwendige Sicherheit durch einen erfahrene Backup geben. Gerade die Jungen Wilden können ein solches Backup ganz gut benötigen. „Wir haben ganz bewusst das Team verjüngt. Marco Schilpp, Lukas Volz, Paul Saur und Luca Schmid haben sich in der Vorbereitung super entwickelt. An ihnen werden wir in der Runde noch viel Spaß haben. Aber es fehlt eben noch die Konstanz und Kaltschnäuzigkeit“, so Saur – kein Wunder bei einem Durchschnittsalter von gerade mal 19,5 Jahre.