wA-Jugend: Verdiente Niederlage in Birkenau

Veröffentlicht am von Thomas Bossert.

Weibliche A1 BWOL 

Am vergangenen Sonntag stand bereits um 12 Uhr das schwere Auswärtsspiel in Birkenau auf dem Plan. Verzichten musste man auf Danielle Pantle, die privat verhindert war, sowie auf Anna Rehm, die krankheitsbedingt nicht ins Spielgeschehen eingreifen konnte. Lediglich 2 Feldspielerinnen. sowie 2 Torhüterinnen auf der Bank waren nicht gerade optimale Voraussetzungen gegen den Jugendbundesligisten aus Birkenau.

Bis zum 5:5 konnten die Mädels die Partie noch ausgeglichen gestalten. Trotz Überzahlsituation musste man dann einen 0:3 Lauf der Birkenauer hinnehmen. Die sonst eigentlich immer stabile Abwehr der SGSB Mädels war in diesem Spiel alles andere als sattelfest. Ein schwaches Zweikampfverhalten und nur wenig Beinarbeit ermöglichte es den starken und quirligen Gastgeberinnen immer wieder einfache Tore zu erzielen. Im Angriff tat man genau das, was man eigentlich unbedingt vermeiden wollte – man spielte Standhandball und ließ sich immer wieder in 1:1 Aktionen gegen die aggressive TSV Abwehr hinreißen statt den Ball laufen zu lassen und sich durch viel Bewegung Raumvorteile zu verschaffen. Über 10:6, 14:9 und 16:11 ging es schließlich mit einem 17:12 Rückstand in die Kabine.

Auch in Halbzeit 2 das gleiche Bild. Hatte man sich im Training noch auf die offensive, aggressive Abwehr von Birkenau eingestellt, agierte man weiterhin ohne Bewegung, ideenlos und vor allem ohne die zwingende Durchschlagskraft. Während die Gastgeberinnen keinen Kontakt scheuten, wirkten die SGSB Spielerinnen über weite Strecken im Angriff eingeschüchtert, fast ängstlich. Das WARUM bleibt die Frage! Durch diese Tatsache lud man mit immer mehr technischen Fehlern den Gegner zum Konterlaufen ein. Auch eine Umstellung der Abwehrformation auf eine defensivere 6:0 Variante brachte leider nur kurzfristig etwas Besserung. Es wurden weiter permanent zu viele einfache Zweikämpfe verloren, was Birkenau bereits genügte um danach frei aufs Tor zu werfen. Ebenfalls konnte Birkenau (teils in klarer Unterzahl) gefühlt jeden Abpraller ungehindert wieder aufnehmen. Solche Dinge haben weniger mit der spielerischen Qualität an dem Tag, als mit Einstellung und Konzentration zu tun. 5 Minuten vor Ende kam man nochmals auf 4 Tore heran, musste sich jedoch am Ende mit 36:28 völlig verdient geschlagen geben.

Fazit:

Das Ergebnis an sich ist kein Beinbruch. In Birkenau kann man mal verlieren und auch andere Mannschaften lassen dort sicherlich noch Punkte. Jedoch sollte man schleunigst anfangen durch eine höhere Trainingsbeteiligung und konzentrierte Trainingseinheiten sich wieder besser zu finden. Die Chance dazu hat die Mannschaft bereits kommenden Sonntag beim Heimspiel gegen Kappelwindeck-Steinbach um 15Uhr in Beilstein.

Es spielten:

Im Tor: Samira Antl, Carolin Frielitz, Vanessa Amon (n.e.)

Im Feld: Selina Kalmbach, Annika Gröger, Sophia Müller, Franziska Jakob, Isabel Mangold, Lena Fischer, Christina Abele und Maren Dittmann