Damen 1: Und weiter ist die Weste weiß…

Veröffentlicht am von Ilka Korn.

Es war ein hartes Stück Arbeit bis der nächste Sieg der SGSB Damen unter Dach und Fach war und die vielen Zuschauer auf Seiten der SGSB machten ein Wechselbad der Gefühle durch.

„Wir wussten, dass uns ein unangenehmer und oftmals sehr ruppig spielender Gegner erwartet. Das haben wir unseren Mädels in der vergangene Trainingswoche immer wieder eingebläut. Zum Glück hat diese Spielweise, die leider von dem Schiedsrichter oftmals nicht so geahndet wurde, wie es notwendig gewesen wäre, keinen Einfluss auf den Ausgang des Spiels gehabt,“ so ein sichtlich zufriedenes Trainergespann beim gestrigen Bundesligaspieltag.

Die SGSB Mädels gingen von Beginn an konzentriert ins Spiel und konnten sich gleich vom Start an absetzen. Die aggressive und offensiv ausgerichtete 6:0-Abwehr machte den Bietigheimer Angriffsspielerinnen ein ums andere Mal das Leben schwer, so dass sie immer wieder aus bedrängten Situationen aufs Tor werfen mussten. Die Abwehr mit denen die SGBBMlerinnen in den ersten 15 Minuten überhaupt nicht klar kamen war auch der Garant für den 7:0 und 9:2 Lauf der SG Schozach-Bottwartal. Viele der Torwürfe der Bietigheimerinnen landeten neben dem Tor oder waren die sichere Beute der SGSB Torhüterin. Bis zum ersten Tor der SGBBM in der 11 Spielminute wussten die Bietigheimerinnen rein gar nichts mit der Abwehr anzufangen. Mit dem 2 Tor für die SGBBM war der Bann gebrochen oder der Zauber verflogen – nun begann die Aufholjagd der SGBBM. Bis 5 Minuten vor der Pause konnte Bietgheim auf 9.11 verkürzen, dies war einer kollektiven Schwächephase der SGSB zu verdanken. Leichtsinnsfehler und Ungenauigkeiten schlichen sich ein, die die SGBBM ohne mit den Wimpern zu zucken in Tore ummünzten.

Nun begann das Spiel bei Null- und die SGSB zeigte, das nicht nur tolle Spielzüge und eine super Abwehr zu ihrem Repertoire zählt sondern auch Kampf, Einsatz und eine große Portion Wille. Immer wieder gelang es den Schozach-Bottwartalerinnen auf 2,3 Tore davonzuziehen und Bietigheim kämpfte sich wieder heran – erstmals in der 37 Spielminute konnte die SGBBM den Ausgleich erzielen – wer nun dachte, das das Spiel kippen würde, sah sich getäuscht – Bietigheim gelang es nie in Führung zu gehen. Nun rappelte sich die SGSB gestützt auf einer sehr gut aufgelegten Jasmin Szota im Tor, immer wieder auf und legte Tor und Tor vor. Spannung pur sollte sich nun einstellen. 7 Minuten vor Spielende entwickelte sich ein förmliche Handballschlacht um den Sieg, die beiden Teams alles abverlangte. Doro Döffinger gelang in der 59:33 Spielminute wiederum die Führung für die SGSB. Bietigheim versuchte nochmals alles in die Waagschale zu werfen und brachte eine Angriffsspielerin auf Außen zum Wurf, der aber das Ziel verfehlte.

„Der Sieg war verdient, aber zum Schluss war auch ein Fünkchen Glück dabei, dass Bietigheim den Ball in den letzten Sekunde nicht im Tor untergebracht hatte“, so ein sichtlich erleichterter und gealterter Co Trainer Nico Löbich nach dem Spiel.

Den Zittersieg in Bietigheim erkämpften: Katharina Bieser, Laura Richter, Dorothee Döffinger (5), Sarah Kreh (2), Theresa Müller (6), Sara Kauth (3), Elena Koch (3), Nina Schump (1), Lisa Kümmerlen, Janina Spieth (4), Jasmin Szota (TW), Vanessa König (5) und aus der A Jugend Carolin Frielitz (TW)