Damen 1: SG Schozach-Bottwartal startet mit Niederlage in Herrenberg

Veröffentlicht am von Ilka Korn.

Württembergliga Nord Frauen 2016/2017

SG H2Ku Herrenberg 2 – SG Schozach-Bottwartal 28:22 (14:12)

Nachdem die Mannschaft die schweren Verletzungen von Lisa Kümmerlen (Kreutzband- und Innenbandriss) und Melanie Schulz (Achillessehenriss) mental und auch mannschaftlich geschwächt haben, ging es für die SGSB am Sonntag zum Auswärtsspiel nach Herrenberg. Ganz einfach war es für Trainer Michael Stettner nicht nach der ereignisreichen Woche, aber dennoch haben sich die Mädels mit dem 28:22 achtbar aus der Affaire gezogen.

Das Spiel war eigentlich schon in der ersten Phase entschieden, da verschliefen die Gäste komplett den Start und waren überhaupt nicht anwesend. So stand es nach neun Minuten bereits 7:1 für Herrenberg und Trainer Stettner hatte bereits zwei Auszeiten gebraucht. Danach wurde es dann mit der Umstellung der Abwehr von 3:2:1 auf 6:0 deutlich besser. Allerdings deutete sich da schon an, was das eigentliche Hauptproblem des Tages war. Die SGSB haderte über das gesamte Spiel mit ihren vergebenen Chancen auf ganzer Linie. Bis zur Halbzeit kämpften sich aber das Team 14:12 heran und mit Beginn der zweiten Hälfte fiel sogar der 14:13 Anschluss. Das wars dann aber auch mit der Gegenwehr. “Vorallem in Halbzeit zwei haben wir es nicht geschafft eine Abstimmung in der Abwehr zu finden. Herrenberg ist mir viel zu oft einfach durch die Abwehr durchmarschiert oder hat es über ihre Kreisläuferinnen gelöst. Da waren wir zu passiv und ohne Beinarbeit . So wurde der Abstand wieder größer, während wir im Angriff weiter munter daneben geworfen haben”, ärgert sich Michael Stettner. “Wenn man drei Siebenmeter nicht verwandelt und dazu mehrere Konter und viele, viele freie Bälle aus dem Spiel heraus verschenkt, braucht man sich über das Ergebnis nicht wundern”, fügt er hinzu.
Die Niederlage war dennoch kein Beinbruch in Herrenberg. Aber Stettner macht klar deutlich:”Wir müssen uns bei ein paar Dingen einfach steigern, wenn wir in der Württembergliga gewinnen wollen. Ins Spiel gehen und dann „mal schauen“ reicht nicht in der Liga. Da muss jede zu 100 % fokussiert und bereit sein alles zu geben. Trotz der sechs Tore war das irgendwie gefühlt unnötig. Und dass die Spielerinnen es können, haben sie phasenweise in der ersten Halbzeit deutlich gezeigt.

SG Schozach-Bottwartal: Jasmin Szota, Samira Antl – Katharina Bieser (2), Franziska Jakob (2), Dorothee Döffinger, Sarah Kreh (1), Isabel Mangold (2), Theresa Müller (2), Janina Spieth (6), Elena Koch (1), Sophia Müller, Nina Schump, Danielle Pantle (6/2)