Damen 1: Mannschaft mit Charakter zuhause weiter ungeschlagen

Veröffentlicht am von Ilka Korn.

Württembergliga Nord Frauen 2016/2017

SG Schozach-Bottwartal – SG H2Ku Herrenberg 2 30:29 (17:14)

„Es war einfach ein geiles Spiel. Wir haben als Mannschaft gekämpft, jede einzelne hat ihren Beitrag zum Sieg geleistet und über den Kampf und Stimmung haben wir es geschafft, dass wir noch immer in eigener Halle ungeschlagen sind”, freute sich Theresa Müller nach dem 30:29 über Herrenberg. Damit bleibt der Liganeuling weiter ungeschlagen in der Beilsteiner Langhanshalle und hält mehr als verdienten zweiten Platz in der Württembergliga Nord der Frauen fest. Einmal mehr zeigte das Team von Michael Stettner, was mit großem Willen und mannschaftlicher Geschlossenheit zu holen ist in einem Spiel auf Biegen und Brechen. Mehrmals kämpfte sich die SG Schozach-Bottwartal zurück ins Spiel und war am Ende der Partie einfach nervenstärker als die Gegnerinnen. „Solche Siege freuen mich viel mehr als beispielsweise der Kantersieg gegen Großbottwar“, resümierte Michael Stettner nach dem Abpfiff. „Das war eine unglaubliche Charakterleistung der ganzen Mannschaft. Alle haben sich zusammengerissen und das Spiel selbst dann nicht hergegeben, als wir dreifache Unterzahl hatten. Man hat gemerkt, dass die Mannschaft lebt, jede will und jede kämpft für jede “, so der sichtlich zufriedene Stettner.

Das zeigte sich besonderes in der zweiten Halbzeit, als Spielmacherin Theresa Müller offensiv aus dem Spiel genommen wurde. Da waren plötzlich die anderen Spielerinnen da, fasten sich ein Herz und übernahmen Verantwortung. Danielle Pantle oder auch Katharina Bieser erzielten Tor um Tor, egal ob über den Rückraum, über außen oder schnelle Konter. Franziska Jakob von der rechten Außenposition sei als weiteres Paradebeispiel dieses Abends genannt. In der zweiten Halbzeit lief es auch bei ihr viel besser und sie strahlte viel mehr Gefahr über den rechten Flügel aus.
Ähnlich sah es auch der Coach: „Als es darauf ankam, war jede da. Danielle hat die Verantwortung übernommen, Franziska hat einen extrem wichtigen Loop ausgepackt, Samira hat im Tor einige Paraden gezeigt und Katharina war einfach toll.” Nicht zu vergessen sei Dorothee Döffinger. „Mit ihr steht und fällt alles, was den Kampf angeht “, so Stettner. Sophia Müller zeigte ebenfalls eines ihrer besten Spiele. Die Herrenberger Abwehr spielte die agile Spielerin manchmal an den Rand der Verzweiflung. Die Müller-Schwestern erzielten so zusammen 13 Tore. Trotzdem ließ sich Herrenberg nicht abschütteln und machte es am Ende noch einmal spannend.

Zur Pause führte die SGSB mit 17: 14. Herrenberg schaffte in der 50. Minute das 24:24. Wenig später gerieten die Gastgeberinnen sogar mit 24:25 in Rückstand. Doch in der Schlussphase zeigte sich diese begeisternde Mannschaft von ihre besten Seite und drehte das Spiel zum 29:26. Clever spielten die Frauen nun das Spiel zum verdienten 30:29 runter.

SG Schozach-Bottwartal: Samira Antl, Jasmin Szota – Katharina Bieser (5), Franziska Jakob (2), Dorothee Döffinger, Isabel Mangold, Theresa Müller (8), Janina Spieth (5), Sophia Müller (5), Nina Schump (1), Danielle Pantle (4/1)

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