Damen 1: Samira Antl im Tor macht am Ende den Unterschied – Aufsteiger sorgt für weiteren Paukenschlag

Veröffentlicht am von Andreas Stütz.

Württembergliga Nord Frauen 2016/2017

SG Schozach-Bottwartal – HSG Strohgäu 27:24 (13:13)

Die Erfolgsfahrt der Handballerinnen der SG Schozach-Bottwartal hält weiter an. Nun musste sich auch der Tabellenführer HSG Strohgäu dem Team von Trainer Michael Stettner mit 27:24 geschlagen geben. Damit behält der Auftsteiger in der Langhanshalle ungeschlagen seine weiße Weste und behauptet nach dem emotionalen Spiel weiter den zweiten Rang in der laufenden Württembergligasaison.

In den ersten dreißig Minuten schenkten sich beide Mannschaften in der sehr fair verlaufenden Begegnung nichts. Die dominanten Abwehrrreihen machten es beiden Angriffsreihen schwer zu einfachen Toren zu kommen. So gingen die Tabellennachbarn mit einem 13:13 in die Pause. In der Halbzeit appellierte Michael Stettner noch einmal an das Können und Kämpferherz seiner Damen, und das mit Erfolg. Nach dem Wiederanpfiff brachten Theresa Müller (2x) und Franziska Jakob die Gastgerinnen mit 16:13 in Front. Gepusht vom zahlreichen Beilsteiner Publikum gaben die SG´lerinnen ihren Vorsprung bis zum Abpfiff nicht mehr her. Entscheidenden Anteil hatte in der Schlussphase Torfrau Samira Antl, die den Strohgäuer Angriff mit ihren Paraden bald zum Verzweifeln brachte. Der Tabellenführer gab aber dem nicht klein bei und nutzte jeden Fehler der SG im Angriff aus. So war es Carina Kalmbach, die in der 53. Minute den 24:23 Ausgleich schaffte, aber mehr als der war nicht mehr drin in dieser spannenden Partie. Samira Antl bewies weiterhin Nervenstärke im Tor und Anna Assmuth ließ beim Stand von 25:24 ihre Tore Nummer neun und zehn zum viel umjubelten 27:24 Sieg folgen.

Nach dem verdienten Sieg fand Trainer Michael Stettner die passenden Worte: “Ich glaube, dass heute der Wille zum Sieg der ausschlaggebende Faktor war. Es sind viele Tore gefallen, was ich im Vorfeld dieses Spitzenspiels nicht erwartet hätte.” Stettner ergänzt weiter, dass Samira Antl im Tor die entscheidende Person gegen Ende des Spiels war und einge hundertprozentige Chancen der HSG wegfing. “Klar, haben wir verdient gewonnen. Meine Mädels haben in der entscheidenden Phase die Nerven behalten. Genannt sei erneut Anna Asmuth, die kaum trainiert und hier wieder zehn Tore macht und in den wichtigen Minuten abgezockt von außen verwandelt. Oder Franziska Jakob, die Veantwortung übernahm und unter anderem wichtige Strafwürfe herausholte. Ich hoffe, dass ihre Fußverletzung, die sie sich gegen Spielende zuzog, nicht so dramatisch ist und sie für das nächste Spiel gegen Kochertürn wieder fit ist”, resümiert der Coach. Erstaunt zeigte sich Stettner, dass der HVW nur einen Schiedsrichter für das Spitzenspiel ansetzte, aber Patrick Neumann von Frisch Auf Göppingen hat allein dieses solide geführt und mit dazu beigetragen, dass über die 60 Minuten fair gespielt wurde. Tja, und zum Thema Aufstieg lässt sich Stettner nicht in die Karten schauen:” Ich rede nicht vom Aufstieg. Wir wollen von Spiel zu Spiel unsere Leistung bestätigen und weiter an uns arbeiten. Aus der Rückrunde ziehe ich bisher eine positive Bilanz, aber nächste Woche erwartet uns in Kochertürn ein ganz schweres Derby.”

SG Schozach-Bottwartal: Jasmin Szota, Samira Antl – Franziska Jakob (2), Doro Döffinger, Sarah Kreh, Theresa Müller (5), Isabel Mangold (2), Janina Spieth (4), Sophia Müller (1), Nina Schump, Anna Asmuth (10/7), Danielle Pantle (3/1)

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