Die zweite Schwächephase bricht der SG das Genick

Veröffentlicht am von Andreas Gramsch.

Von Lars Laucke, Marbacher Zeitung

Eine Schwächephase zu Beginn eines Spiels lässt sich oft noch ausgleichen und der entstandene Rückstand aufholen. „Doch die Schwächephase am Ende konnten wir dann nicht mehr ausgleichen“, resümierte Tobias Klisch, Trainer der SG Schozach-Bottwartal nach der 22:26 (11:11)-Heimniederlage gegen den TSV Altensteig.

 

Im Duell des Zehnten gegen den Elften der Handball-Württembergliga erwischte die SG einen „katastrophalen Start“, wie Klisch einräumte. „Das war sowohl im Angriff als auch in der Abwehr indiskutabel“, kommentierte er den 2:8-Rückstand nach gut zehn Minuten. Die Hälfte der Gegentore resultierte dabei aus Kontern der Gäste, einmal kassierte die SG selbst in Überzahl noch einen Treffer. Hinzu kam auch etwas Pech, so traf allein Philipp Kroll in der Anfangsphase zweimal den Pfosten. Tobias Klisch wechselte früh durch und hatte dann auch die scheinbar richtige Formation gefunden. Beim 9:9 in der 24. Minute war der Ausgleich geschafft, eine Minute später sorgte Markus Rossmeier sogar für die Führung. Für eine weitere Verschärfung der ohnehin angespannten Personalsituation sorgte dann Daniel Zieker. Der SG-Kreisläufer kassierte in der 28. Minute seine zweite Zeitstrafe und kommentierte diese mit den Worten „Der hatte doch schon tausend Schritte gemacht“. „Auch wenn er damit Recht hatte, würden die Schiedsrichter ihre Entscheidung niemals zurücknehmen. Also muss man einfach die Klappe halten“, ärgerte sich Tonias Klisch. Die Unparteiischen verpassten Zieker gleich die dritte Zeitstrafe oben drauf, was die Disqualifikation bedeutete.

 

Nach dem 11:11 zur Pause blieb die Partie in der zweiten Hälfte lange ausgeglichen. Beim 18:20 lag die SG erstmals wieder mit zwei Toren hinten. Doch als Dennis Saur seine Mannschaft fünf Minuten vor Schluss mit einer starken Einzelaktion mit 22:21 in Führung brachte und sein Gegenspieler noch dazu eine Zeitstrafe aufgebrummt bekam, schien das Momentum auf Seiten der Bottwartäler zu sein. Aber schon im Gegenzug kassierten die Hausherren trotz Überzahl den Ausgleich und ebenfalls eine Zeitstrafe. „Da verteidigen wir einfach viel zu weich. Altensteig spielt in diesem Moment ohne Kreisläufer, wir könnten also auf neun Meter rausgehen. Da wäre es sogar noch zu retten, wenn jemand einen Zweikampf verliert. Aber wenn man auf sieben Meter wartet, bis der Gegner kommt, dann ist da eben nichts mehr zu machen“, ärgerte sich Tobias Klisch. Sein Team blieb bis zum Schlusspfiff ohne weiteren Torerfolg und stand nach dem 22:26 mit leeren Händen da.

„22 Tore sind natürlich viel zu wenig. Und davon sind fast die Hälfte durch Tempogegenstöße entstanden. Die Quote im stehenden Angriff war also katastrophal“, urteilte der SG-Coach. Die Bottwartäler sind mit 18:22 Punkten jetzt Elfter und damit das letzte Team vor den vier heißesten Abstiegskandidaten und müssen aufpassen, nicht noch unten reinzurutschen. „Ich habe den Abstiegskampf schon die ganze Zeit im Blick“, räumte Klisch daher ein.

 

SG Schozach-Bottwartal:
Krotz, Rizk – Zluhan (3), Schmitz (1), Volz (5), P. Kroll, Rossmeier (7), Schmid (3), Zieker (1), Schilpp, Saur (2), S. Kroll, Deuring.

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