Damen 2: SGSB verliert in einem Herzschlagfinale gegen die HSG Kochertürn/Stein (24:25)

Veröffentlicht am von Ilka Korn.

Am vergangenen Samstag startete die zweite Damenmannschaft der SG Schozach-Bottwartal mit dem ersten Heimspiel im neuen Jahr. Gegner des Tages war die HSG Kochertürn/Stein, gegen welche man sich im Hinspiel nur denkbar knapp geschlagen geben musste. Heute wollte man die zwei wichtigen Punkte Zuhause behalten.
Genau mit dieser Motivation und dem Kampfgeist startete die SGSB ins Spiel. Doch auch die Gäste begannen mit einem schnellen und schwungvollen Spiel. Es begann ein Kopf an Kopf Rennen, bei dem sich keine der Mannschaften deutlich absetzen konnte. Über ein 5:5 in der 17. Minute war es dann aber die HSG, die entschlossener agierte und mit 5:7 in Führung ging. Die SGSB wirkte in dieser Phase des Spiels sehr planlos und ohne jegliches Konzept. Zwar konnte man auch weiterhin aggressiv im Abwehrverbund stehen, aber der Angriff kam beinahe zum Stillstand. Lediglich gewonnene Einzelaktionen hielten das Team noch im Spiel. Mit einem 9:10 rettete man sich in die Halbzeitpause.
In der Pausenansprache versuchte der Trainer sein Team weiter zu pushen. Genau jetzt war der Zeitpunkt, an dem man dranbleiben muss und weiterkämpfen muss. Nur dann kann dieses Spiel noch gekippt werden. In der Abwehr wollte man noch aggressiver und vor allem deutlich früher heraustreten und den gegnerischen Angriff direkt im Keim ersticken. Durch daraus resultierende Ballgewinne sollte der Sack zugemacht werden. Jeder wollte jetzt nochmal richtig Vollgas geben und das Spiel vorzeitig entscheiden.
Genau mit dieser Einstellung und Motivation startete die SGSB in Durchgang zwei. Durch zwei schnelle Ballgewinne und daraus resultierende Kontertore konnte man das Spiel vorerst zum 11:10 drehen. Doch die HSG blieb erst einmal weiter dran und glich in der 34. Minute zum 12:12 aus. Für die SG war der Fight damit eröffnet und man legte nochmals einen weiteren Gang zu. Bis zur 37. Minute konnte ein drei Tore Vorsprung zum 16:13 erspielt werden. Leider gelang es der SGSB aber nicht, sich komplett abzusetzen und die Gäste konnten auch gegen diese Attacke standhalten. Es entwickelte sich ein wahrer Handballkrimi. In der 51. Minute war beim Spielstand von 21:21 wieder alles offen. Nun machte sich die größere Bank der HSG bemerkbar. Die Gäste hatten noch mehr Körner übrig und drehten das Spiel zum 21:24 in der 56. Minute. Aber die SG hat aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt. In der Auszeit war dem gesamten Team klar: Jetzt oder nie! Und genau mit dieser Einstellung warf die Mannschaft noch einmal alles nach vorn. Durch ein riesen Kampfgeist und ein wahres Abwehrbollwerk gelang es der SG sich bis zur 60. Minute zum 24:24 heran zu kämpfen. Nun hatte die HSG noch knapp 20 Sekunden und eine letzte Auszeit. Für die SG gab es damit nur noch eine Devise: schnelle Fouls und kein Tor! Vor allem den zuvor wurfstarken Rückraum wollte man jetzt dicht machen. Genau das wurde der Heimmannschaft aber am Ende zum Verhängnis. Die Gäste räumten den Angriff nach außen ab und 5 Sekunden vor Schluss fing man sich den 24:25 Endtreffer ein.
Letztlich hat die Mannschaft an diesem Tag aber mehrmals Charakter bewiesen! Durch eine geschlossene Mannschaftsleistung gelang es dem Team ein ums andere Mal sich wieder ins Spiel zurück zu kämpfen. Auch wenn jeder schon dachte, dass das Spiel verloren ist, kam die Mannschaft zurück und fightete bis zum Schluss. Aber manchmal hat man Glück und manchmal eben Pech. Vielleicht klappt es beim nächsten Spiel am kommenden Wochenende gegen die Mannschaft vom HC Staufer Bad Wimpfen. Gegen den direkten Tabellennachbarn wäre es an der Zeit zwei wichtige Punkte zu erspielen, damit man sich endgültig aus dem Tabellenkeller ins Mittelfeld verabschieden kann.

Es spielten: Nicole Wilhelm (Tor), Nadine Naumann, Sidonie Wimmer, Katharina Bieser (5), Laura Richter (2), Julia Wedberg (1), Tamara Humburger (10), Katharina Selcho (4/2), Aline Kübler, Isabel Wedberg, Laura Martucci (1) und Lena Fischer (1).
Auf der Bank: Benjamin Bernauer und Elena Koch
Am Schiedsgericht: Moritz Tischer