Damen 2: SGSB verliert deutlich gegen den SV Heilbronn am Leinbach (26:16)

Veröffentlicht am von Andreas Stütz.

Am vergangenen Sonntag reiste die zweite Damenmannschaft der SG Schozach-Bottwartal nach Heilbronn. Die Voraussetzungen waren diesmal erneut alles andere als gut. Die Mannschaft musste verletzungs-, krankheits- und urlaubsbedingt auf einige Spieler verzichten und war mit lediglich acht Stammspielern angetreten. Glücklicherweise erklärten sich Spielerinnen aus den Damen 3 und der weiblichen A-Jugend bereit die schmerzlichen Lücken zu füllen. Dafür vorab schon ein riesen Dankeschön! Trotz all den Schwierigkeiten wollte man es dem heutigen Gegner, dem SV Heilbronn am Leinbach, aber nicht zu einfach machen und möglichst lange mitspielen.
Zu Beginn der Partie gelang dies auch sehr gut. Über ein schnelles und druckvolles Angriffsspiel erzielte die SGSB in der 12. Minute sogar den 3:4 Führungstreffer und zwang den Gegner zu einer frühen Auszeit. Doch auch die Auszeit stoppte den Lauf der Gäste nicht und man erhöhte den Vorsprung auf 3:6 in der 14. Minute. Basis für diesen vorläufigen Erfolg war eine starke Abwehrleistung des gesamten Teams. Aber auch im Angriff konnte die SGSB ihr schnelles Spiel zeigen und durch sehenswerte Kombinationen Tor um Tor erzielen. Die Gegner, wie auch die mitgereisten Zuschauer, waren sichtlich angetan von der schwungvollen Spielweise der Gäste. Aber leider kostet ein solches Spiel auch sehr viel Energie. In der 24. Minute gelang dem SV bereits der 7:7 Ausgleichstreffer. Die SGSB war stehend KO und konnte nur noch mit Müh und Not den Anschluss halten. Erst in der 26. Minute kam dann beim 9:8 die ersehnte Auszeit. Aber da war es leider auch schon zu spät und die Mädels einfach zu erschöpft, um weiter richtig mitzuhalten. Bis zur Pause verlor man daher den direkten Anschluss und die Mannschaften trennten sich mit einem 14:9 Halbzeitstand.
In der Pause versuchte das Trainerteam die Mannschaft weiter zu fokussieren und wiederaufzubauen. Vor allem aber waren die zehn Minuten wichtig, um einfach mal Luft zu holen. Für die zweite Hälfte wollte man dann wieder Vollgas geben und den Rückstand schnell aufholen. Durch eine aggressive und kompakte Abwehr wollte man schnell Bälle erobern und das langsame Rückzugsverhalten der Gastgeber ausnutzen. Aber auch im Positionsangriff wollte die SGSB ein schnelles und vor allem druckvolles Spiel zeigen. Keiner wollte jetzt aufgeben, sondern bis zum Schluss weiterkämpfen. Diese zwei Punkte waren noch nicht verloren!

Die zweite Halbzeit begann dann wieder auf Augenhöhe. Beide Teams wollten die zwei Punkte und beide Teams kämpften um jeden Ball. Leider lief die SGSB aber dem Rückstand der ersten Hälfte hinterher. Über ein 16:12 in der 36. Minute musste man den Gegner dann weiter ziehen lassen. Durch zu viele Fehler im Angriff lud man den SV zu einem Konter nach dem anderen ein und musste in der 52. Minute einen sieben Tore Rückstand zum 22:15 kassieren. Auch eine darauffolgende Auszeit konnte den Umbruch nicht mehr herbeiführen. Das Spiel war bereits entschieden. Die SGSB gab sich nun vollkommen auf und musste letztlich eine in dieser Höhe unnötige 26:16 Niederlage hinnehmen.

Abschließend bleibt zu sagen, dass heute eindeutig mehr drin gewesen wäre. Die SGSB hat sich mit diesem Endergebnis mehr als unter Wert verkauft! Letztlich kann ein Handballspiel eben nur gewonnen werden, wenn das gesamte Team und der Trainer über die vollen 60 Minuten an einem Strang ziehen und füreinander kämpfen. Daran gilt es nun bis zum nächsten Spiel weiter zu arbeiten. Nur so kann man mit den Ligakonkurrenten mithalten und die nötigen Punkte für den Klassenerhalt erspielen.
Die nächste Gelegenheit zum Punktesammeln hat die zweite Damenmannschaft am 11.03 um 16 Uhr Zuhause in der Wildeckhalle gegen die SG Degmarn-Oedheim. Auch dieses Spiel gegen den aktuellen Tabellendritten wird kein Leichtes, aber die SGSB hat heute in Teilen bewiesen, dass man mithalten kann, wenn jeder 100 % gibt. Jetzt gilt es nur noch die dafür notwendige Leistung über die vollen 60 Minuten auf die Platte zu bringen.

Es spielten: Nicole Wilhelm (Tor), Sidonie Wimmer (1), Kathrin Genth, Lena Fischer (1), Aline Kübler, Theresa Möhle, Katharina Dietz (3), Tamara Humburger (6/2), Katharina Selcho (4), Jana Gahai, Christina Petruschka, Isabel Wedberg und Laura Martucci (1)
Auf der Bank: Benjamin Bernauer und Tobias Naumann
Am Schiedsgericht: Elena Koch