Damen 3: Ein Spiel mit zwei verschiedenen Halbzeiten

Veröffentlicht am von Ilka Korn.

SV Heilbronn am Leinbach 2 gegen SG Schozach-Bottwartal 3 20:20

Wenn man die Tabelle betrachtet, stand das Ergebnis fast schon fest: Zweiter gegen Drittletzter. Außerdem musste man krankheits- und berufsbedingt bedingt auf 5 Spielerinnen verzichten. Durch den Einsatz der A-Jugendspielerinnen Neele, Lea, Anna, Emely (1. Aktiveneinsatz) sowie Heimatbesucherin Kathrin Genth konnte eine schlagkräftige Mannschaft antreten.

Doch der Start verlief nicht gut, recht schnell baute der Gastgeber das Ergebnis auf 4:0 !! aus. Bereits in der 8. Minute musste die grüne Karte von seitens der SG gezogen werden. Durch verschiedene Umstellungen wollte man den Gegner nun aus dem Rhythmus bringen, was irgendwie nicht funktionierten wollte. Mit einem Konter, Sekunden vor Schluss durch Nadine, verkürzte man das Ergebnis auf 13:7. Mit hängenden Köpfen ging es in die Halbzeitpause.
Die deutliche Pausenansprache zeigte nun Wirkung. Man ging nun mit einer anderen Körpersprache in die zweiten 30 Minuten. In der Abwehr stand man nun kompakter und machte es dem Gegner nicht mehr so einfach. Nur im Angriff haperte es noch, es wurden einfach zu viele Torversuche benötigt. Unsere Torfrau Loredana hielt uns im Spiel und entschärfte einige 100%ige der Gastgeber. Eine zweite Auszeit in der 41. Minute legte nun den Schalter in unseren Köpfen um. Mit einem Doppelschlag von Lea stand es 17:12 und nun merkte man, dass etwas geht.

Was nun in den letzten 10 Spielminuten folgte war eine gigantische Aufholjagd. Lautstark unterstützt von der Bank spielte man sich in einen wahren Spielrausch: wieder Doppelschlag von Lea zum 17:14, die Tore von Laura und Neele brachten uns zum 17:16 heran. Der SV Heilbronn konnte zwar wieder mit 19:17 in Führung gehen, aber das ließ uns kalt. Mit einer überragenden Torfrau im Rücken gelang uns durch die Tore von Laura, Anna und Lea einen Gleichstand zum 19:19. In der 59. Minute sorgte Laura mit ihrem 4 Tor in diesem Spiel sogar für den Führungstreffer zum 19:20. Doch nur kurz konnten wir „Siegerluft“ schnuppern, denn den Gastgeberinnen gelang fast mit der Schlusssirene den gerechten 20:20 Ausgleichstreffer.
Etwas enttäuscht verließ man das Spielfeld. Enttäuscht sein braucht niemand, es war eine super Leistung von einer Mannschaft, die zusammengewürfelt in dieses Spiel ging und als eine Einheit herauskam. Ihr könnte es.

Es spielten: Loredana Kurzweil im Tor, Laura Häberle (4), Kathrin Genth (1), Christina Petruschka (2), Anja Wimmer, Nadine Wurst (1), Lisa Back, Theresa Möhle (1) unsere Unterstützer aus der A-Jugend: Neele Spuhn (4), Emely Hoffmann, Lea Ungerer (5), Anna Leidig (2)
Auf der Bank Monika Kreh, Nina Büche und Sina Friedle und am Schiedsgericht Elena Koch (vielen Dank).