Damen 1: Für Auswärtssieg genügt eine Durchschnittsleistung


Veröffentlicht am von Ilka Korn.

Von Andreas Hennings – Einen souveränen 24:19-Sieg haben am Samstag die Oberliga-Handballerinnen der SG Schozach-Bottwartal beim VfL Waiblingen II eingefahren. Eine Glanzleistung bot die Mannschaft dabei laut ihrem Trainer aber nicht. „Der Sieg fällt etwas zu hoch aus. Und es war auch kein Spiel auf allzu hohem Niveau“, schätzt Michael Stettner ein. Die Leistung von Keeperin Tabea Kraft und die der Abwehrreihe lobte er ausdrücklich. „Im Angriffsspiel haben uns aber oft die Ideen gefehlt. Da waren wir zu statisch.“

Seine SG war mit einer 5:0-Führung gestartet, doch mit Verspätung fand auch Waiblingen ins Spiel und verkürzte bis kurz nach dem Seitenwechsel auf 9:11. „In den letzten vier, fünf Minuten vor der Pause haben wir uns zu viele Tempogegenstöße eingefangen. Auch aus der Kabine sind wir schlecht gekommen. Dann haben wir uns aber gefangen“, so Michael Stettner.

Die Bottwartälerinnen, die in der Tabelle weiter ganz vorne mitmischen, zogen auf 15:9 (39.) davon – auch dank dreier Siebenmetertore von Isabel Mangold in nur drei Minuten. Eine Viertelstunde vor Schluss lag die SG dann 17:12 (45.) vorne, hatte damit aber noch keine Vorentscheidung erzielt. Denn die Gastgeberinnen verkürzten zwischenzeitlich auf 15:18 (49.). „Das Spiel drohte aber nie zu kippen. Da hatte ich immer ein gutes Gefühl“, meint Stettner. Vor allem Saskia Benz habe in der zweiten Hälfte Verantwortung übernommen. „Und es hat uns gut getan, mal wieder eine Linkshänderin auf Rechtsaußen zu haben.“ Fünf Mal traf Melanie Guyomard, die über 60 Minuten auflief, von dieser Position.

Zugute kam der SG in der Schlussphase auch, dass der VfL Waiblingen innerhalb von dreieinhalb Minuten gleich drei Zeitstrafen kassierte – die Gäste waren damit stets in Überzahl und brachten den Sieg mit Zwischenständen von 21:16 (55.) und 23:18 (58.) ins Ziel. „Das war so ein Spiel, bei dem man einfach froh ist, die zwei Punkte mitzunehmen“, fasst Michael Stettner zusammen. Er warnt aber sogleich im nächsten Atemzug: „Mit einer solchen Angriffsleistung werden wir nächste Woche bei FrischAuf Göppingen II verlieren.“

SG Schozach-Bottwartal:  Kraft, Schweizer – Ziegler (2), Müller (6/4), Brunn (2), Günsoy, Benz (3), Klenk (1), Wehe, Asmuth, Mangold (5/3), Guyomard (5).