Damen 1: 50 starke Minuten reichen nicht gegen den Favoriten aus Regensburg

Veröffentlicht am von Andreas Stütz.

SG Schozach-Bottwartal – ESV 1927 Regensburg 24:25 (15:13)

Bei der Premiere in der 3. Handball-Bundesliga gegen den ESV 1927 Regensburg stand das Team von Michael Stettner nach einem tollem Kampf am Ende des Spiels mit leeren Händen da, denn mit 24:25 rang der Favorit den Liganeuling in der Langhanshalle Beilstein nieder. Die Niederlage schmerzt bei den Damen der SG Schozach-Bottwartal, lagen sie doch lange in Führung, aber knapp zehn schlechtgespielte Minuten auf Seiten der SGSB in der entscheidenden Spielphase reichten den Regensburgerinnen um das Spiel vor einer tollen Kulisse mit über 400 Zuschauer noch zu drehen.

Gleich zu Beginn der ersten Halbzeit spielte die SGSB munter auf und brachte Regensburg in der Abwehr immer wieder in Schwierigkeiten, so dass nach 14 Minuten eine 3-Tore-Führung (7:4) erspielt werden konnte. Angetrieben von dem fantastischen Publikum behielt das Team um Svenja Kaufmann, die das Spiel lenkte und immer wieder ihre Mitspielerinnen super in torgefährliche Situationen brachte, mit 15:13 zur Halbzeitpause die Oberhand. Vor allem Denise Geier war aus dem linken Rückraum mit ihren vier Treffern in den ersten 30 Minuten kaum zu bremsen. Ein Achtungszeichen setzte auch Luisa Riek über den rechten Außenflügel, die als Spielerin aus der Landesliga kommend während des Spielverlaufs mit vier Toren eine fast 100%ige Trefferquote aufzuweisen hatte, was Trainer Michael Stettner besonders lobend hervorhob.

Aber die zweite Halbzeit zeigte deutlich, dass man sich keinen oder nur wenige Patzer gegen ein solches Top-Team wie Regensburg erlauben darf. Leichte Unsicherheiten im Angriff brachten die Gäste schnell in Gegenstoßsituationen. So war bereits zur 32. Minute der 15:15 Ausgleich durch Amelie Bayerl hergestellt und zur 35. Minute gingen die Gäste erstmals mit 16:17 in Führung. Doch die SG Schozach-Bottwartal kämpfte sich wieder heran, hielt die gefährliche Franziska Peter immer wieder durch Theresa Müller in Schach und unterstützt durch tolle Paraden von Jana Brausch kam man in das Spiel zurück und zog nach dem 20:20 (42.) auf 23:20 in der 45. Minute davon. Eine Überzahlsituation durch eine 2-Minuten Strafe gegen Franziska Peter konnte die SGSB nicht für sich nutzen und kassierte das 23:21. Dennoch blieb es bis zur 50. Minute mit dem 24:22 bei einem 2-Tore Vorsprung.

In der alles entscheidenden Phase schlichen sich bei der SGSB unnötig viele Fehler ein, die Regensburg konsequent ausnutzte und in der 55. Minute der 24:24 Ausgleich hergestellt war. Nun sollten die besseren Nerven entscheiden. SchoBott agierte weiterhin unglücklich und brachte keinen Ball im Gehäuse der Regensburgerinnen mehr unter. Zwei Minuten vor Schluss drehte der ESV zum 24:25. Michael Stettner nahm noch einmal eine Auszeit. Kurz danach gab es eine weitere 2-Minuten Strafe gegen die Gäste, aber auch diese konnte dem Spiel der SGSB nicht dienlich sein. Es blieb beim bitteren 24:25.

Ein Unentschieden wäre sicher verdient gewesen, war es doch ein Spiel auf Augenhöhe. Trainer Michael Stettner war trotz der Niederlage vollem Lobes für seine Mannschaft, die eine klasse Leistung zeigte und mit dieser Leistung mit Sicherheit gegen viele Teams der Liga punkten wird, ist sich auch ESV-Trainer Stefan von Frankenberg sicher, der die SG Schozach-Bottwartal am Ende der Saison im oberen Drittel sieht und nach diesem Spiel ebenfalls die Leistung der Gastgeberinnen honorierte und nicht mit SGSB-Komplimenten sparte. An den letzten zehn Minuten dieser Begegnung werden die SGSB-Damen weiter wachsen und dazulernen. Die Fangemeinde dankte es mit einem frenetsichen Beifall. Auf diesem Weg wünschen wir Saskia Benz gute Besserung, die in der 42. Minute unglücklich mit dem Kopf gegen das Knie ihrer Gegenspielerin knallte und mit einem Cut über dem Auge vom Spielfeld musste.

SG Schozach-Bottwartal: Jana Brausch, Rena Keller – Luisa Riek (4), Hannah Hönig, Trixi Hanak, Theresa Müller (3), Svenja Kauffmann (3), Tanja Brunn (3), Denise Geier (6), Feride Günsoy, Saskia Benz (1), Sina Klenk (1), Cinja Wehe, Eva Lang, Isabel Mangold, Anna Asmuth (3/3)

Zuschauer: 400

Beste Werferin ESV 1927 Regensburg: Franziska Peter (9/3)