Damen 2: SGSB bewahrt gegen den TSV Hardthausen weiter die Tabellenführung (20:23)


Veröffentlicht am von Ilka Korn.

Am späten Sonntagnachmittag reiste die zweite Damenmannschaft der SG Schozach-Bottwartal zu einem alten bekannten Gegner, dem TSV Hardthausen. Da man sich in den vergangenen Jahren leider oftmals in der harzfreien Halle deutlich geschlagen geben musste, wollte man das heute nicht noch einmal erleben. Mit Blick auf die aktuelle Tabellensituation, stand man als Tabellenführer somit gleich doppelt unter Druck.

Vielleicht war es genau dieser Druck, welcher die SGSB zu Beginn der Partie vollkommen hemmte. Die Gäste kamen überhaupt nicht ins Spiel und gerieten bis zur 5. Minute mit 4:0 in Rückstand. Übereilte Angriffsaktionen und eine in Teilen schlafende Abwehr luden den TSV zu sehr einfachen Toren ein. Doch der Trainer reagierte direkt mit einer ersten Auszeit und die SGSB kämpfte sich bis zur 9. Minute zum 4:3 zurück in die Partie. Dann folgte allerdings erneut eine Schwächephase, sodass man den Gastgeber zum 6:3 in der 13. Minute ziehen lassen musste. Der SGSB fehlte jeglicher Druck und die Bewegung im Angriff. Dies führt zu hängenden Köpfen und weiteren Schwierigkeiten in der Abwehr. Bis zur 22. Minute fand das Team überhaupt kein Rezept gegen die kompakte Abwehr des TSV. Doch als man die Gäste schon gerade abschreiben wollte, kämpfte sich das gesamte Team mit aller Kraft nochmals zurück ins Spiel. In der 29. Minute erzielte man den langersehnten Ausgleichstreffer und die Teams trennten sich beim 10:10 Halbzeitstand.

In der Pause war es Zeit das gesamte Team ordentlich wachzurütteln. Die SGSB sollte in der zweiten Spielhälfte endlich zeigen was in ihr steckt. Im Angriff wollte man mehr Bewegung und Druck zum Tor zeigen. Und auch in der Abwehr sollte die SGSB deutlich entschlossener und noch mehr im Verbund agieren. Egal wie, nach diesem Kampf zum Ende der ersten Hälfte wollte man hier mindestens einen Punkt mit nach Hause nehmen.

Doch auch in der zweiten Halbzeit fand die SGSB nicht gut in die Partie. Bis zur 32. Minute hatte der TSV bereits wieder eine 12:10 Führung hergestellt. Es schien, als dass die SGSB noch in der Pause war, während der Gastgeber direkt auf 100% aufdrehte. Doch diesmal sah man den Willen in den Augen aller Mädels und man kämpfte sich zurück zum 12:12 Ausgleich in der 36. Minute. Genau dieses Muster wiederholte sich in den folgenden Minuten immer wieder. Der TSV setzte alles daran sich weiter abzusetzen, aber die SGSB konnte dranbleiben und sich immer wieder herankämpfen. In der 49. Minute gelang es den Gästen zum ersten Mal in der gesamten Partie in Führung zu gehen. Durch eine erneute Abwehrumstellung und eine stark aufspielende Nici im Tor war nun die SGSB am Drücker. Selbst eine Auszeit des TSV stoppte die Mannschaft nicht mehr und man erhöhte den Vorsprung immer weiter. Endlich belohnte sich das gesamte Team im Angriff für die starken Ballgewinne und zeigte sich vor allem von der 7-Meterlinie treffsicher. Nach 60 spannenden Handballminuten mit vielen ups und downs trennten sich beide Teams mit einem letztlich trotzdem verdienten 20:23 Sieg für die SGSB.

Vor allem die tolle Gemeinschaftsleistung des Teams muss man heute hervorheben. Auch wenn sich der ein oder andere Fehler eingeschlichen hat, ist es wichtig, dass die anderen darüberstanden und diesen wieder ausbügeln konnten. Nach diesem schwierigen Spiel heißt es nun aber erstmal durchatmen. Am kommenden Samstag trifft die SGSB in der zweiten Pokalrunde auf die HSG Lauffen-Neipperg. Der letztjährige Landesligaaufsteiger ist in diesem Spiel der klare Favorit. Doch der Pokal kennt ja bekanntlich seine eigenen Regeln und Gesetze und die SGSB wird alles dransetzen möglichst lange mitzuspielen.

Es spielten: Nicole Wilhelm (Tor), Laura Martucci (1), Laura Richter (6/2), Katharina Selcho, Ann-Kathrin Richter (1), Sarah Kreh (1), Svenja Bohnenstengel (1), Tamara Humburger (1), Neele Spuhn (3), Sidonie Wimmer, Martina Altmann, Elena Koch (8/7) und Ulrike Kümmerlen (1).

Auf der Bank: Hans-Dieter Helber, Larissa Scholze und Julia Wedberg.