Damen 1: Erfolg in Dritter Handball-Liga SG Schozach-Bottwartal fährt „dreckigen Sieg“ ein


Veröffentlicht am von Ilka Korn.

Von Carina Scholl 08.12.2019

Beim TV Nellingen macht sich der Handball-Drittligist das Leben unnötig schwer. Trotz eines zwischenzeitlichen Neun-Tore-Vorsprungs muss er am Ende noch zittern – gewinnt aber 23:19.

Beinahe hätten die Drittliga-Handballerinnen der SG Schozach-Bottwartal am Samstag bei ihrem 23:19-Auswärtssieg beim TV Nellingen eine Neun-Tore-Führung ganz aus der Hand gegeben. „Das war wirklich Spitz auf Knopf“, räumte Coach Michael Stettner ein. Den Bruch am Ende der ersten Hälfte konnte er sich nicht richtig erklären: „Eigentlich hatten wir alles im Griff. Die Abwehr hat super funktioniert, auch unser Umschaltspiel war gut. Nach 24 Minuten haben wir mit 13:4 geführt. Aber dann kam komischerweise die Struktur abhanden.“ Urplötzlich habe man Fehler ohne Not produziert, das eigene Tor nicht mehr mit letzter Konsequenz verteidigt.

Die Nellingerinnen bedankten sich für die Einladung zurück in die Partie. Bis zur Pause verkürzten sie auf 7:14, ehe sie nach Wiederanpfiff nochmal einen Zahn zulegen. Hingegen knüpfte die SG nahtlos an die letzten Minuten der ersten Halbzeit an. „Nellingen hat in dieser Phase deutlich besser gespielt. Weil sie weniger Fehler gemacht haben, konnten wir nicht mehr in den Gegenstoß kommen. Irgendwann waren sie obenauf und bei uns war der Wurm drin“, stellte Stettner fest.

Die Führung schmolz schließlich bis zur 54. Minute fast dahin. Beim Stand von 18:17 für die SG wurde es jetzt nochmal richtig eng. Dass sein Team am Ende die Kurve bekam, war Stettners Meinung nach der Nervenstärke und einem gewissen Erfahrungsvorsprung zu verdanken. Entscheidende Faktoren seien auch die beiden Torhüterinnen Rena Keller und Jana Brausch gewesen, sowie Rückraumspielerin Svenja Kaufmann: „Svenja hat in der zweiten Halbzeit viel Verantwortung übernommen. Als es in die Crunchtime ging, hat sie gute Aktionen eingeleitet und auch selbst wichtige Tore gemacht“, berichtete Michael Stettner. Der 23:19-Endstand sei verdient gewesen, wohl aber habe man sich das Leben unnötig schwer gemacht. „Unterm Strich zählen zwei Punkte und dass sich niemand verletzt hat. Manchmal muss man sich auch über einen dreckigen Sieg freuen können.“

SG Schozach-Bottwartal: Jana Brausch, Rena Keller – Anna Asmuth, Saskia Benz, Alisa Berger, Tanja Brunn (3), Feride Günsoy, Trixi Hanak (1), Svenja Kaufmann (5), Sina Klenk, Eva Lang, Theresa Müller (7/5), Isabel Mangold (2), Luisa Riek (3), Cinja Wehe (2).