Damen 1: Michael Stettner bleibt Trainer der SGSB

Veröffentlicht am von Ilka Korn.

Der Drittligist stellt langsam die ersten Weichen für die kommende Saison. Klar ist: Feride Günsoy, Isabel Mangold und Tabea Kraft hören auf. Letztere wird in einer neuen Funktion erhalten bleiben. Am Sonntag (15.30 Uhr) geht es nun aber erstmal zum TSV Wolfschlugen.

Es war im März 2016, als Michael Stettner das Amt als Trainer bei der SG Schozach-Bottwartal übernahm. In der Landesliga war das. Nun, vier Jahre und drei Aufstiege später, kämpft er mit seinem Team in der 3. Liga um Punkte. Und das wie in den Jahren zuvor in den anderen Ligen mit großem Erfolg. Das Tor zur zweiten Bundesliga ist für den Tabellendritten in Sicht – Spitzenreiter TuS Metzingen II ist als Zweitmannschaft nicht aufstiegsberechtigt, der zweitplatzierte ESV Regensburg vier Punkte bei einem mehr ausgetragenen Spiel entfernt. Die Lage – sie könnte schlechter sein. Dennoch will vor allem Trainer Michael Stettner sich nicht zum Thema Aufstieg äußern. Er konzentriert sich lieber auf das Sportliche, auf die nächsten Aufgaben. Und doch stellt auch er schon die Weichen für kommende Saison. Denn seit dieser Woche ist klar: Michael Stettner wird in der neuen Runde Trainer der SG Schozach-Bottwartal bleiben. Egal ob in Liga drei oder zwei.

„Wir haben diese Woche den Vertrag unterschrieben“, sagt Michael Gramsch, Ressortleiter Sport der Aktiven Damen. Dass man Stettner als Trainer behalten wollte, dürfte keinen überraschen. Denn: „Mit ihm haben wir Erfolg. Was wir bislang zusammen erreicht haben, ist toll. Und vielleicht sind wir auch noch nicht am Ende zusammen“, erklärt Gramsch und lässt damit Raum für Interpretationen, was das Thema eines möglichen Aufstiegs angeht.

Fakt ist: „Wir lassen alles auf uns zukommen. Jetzt machen wir erst einmal unsere Spiele und dann sehen wir weiter. Vielleicht hat sich dann auch schon alles Gerede erledigt. Denn wenn man mal die restlichen Spiele anschaut, dann muss man sagen, dass wir das schwerere Restprogramm haben von den Mannschaften, die oben dabei sind“, so Gramsch. Gedankenspiele würden im Hintergrund natürlich trotzdem laufen. Eine Entscheidung, ob man den Gang in die höhere Liga wirklich antreten würde, wenn man ihn sportlich schafft, sei jedoch noch nicht gefallen. „Denn klar ist, dass alles zusammenpassen muss. Auch das Drumherum. Es bringt ja nichts, wenn wir am Ende den Etat für die Liga nicht stemmen könnten“, sagt Michael Gramsch und verweist auf eine Vorstandssitzung, die kommende Woche stattfinden wird. „Da werden wir auch über das Thema sprechen“, verrät er.

Derweil bereitet sich die Mannschaft auf ihr Spiel am Sonntag (15.30 Uhr) beim Tabellensechsten TSV Wolfschlugen vor. Wolfschlugen rangiert momentan auf dem sechsten Tabellenplatz, hat aber nur zwei Punkte weniger als die Bottwartälerinnen zu Buche stehen. „Aktuell stehen wir in der Tabelle ein kleinen Tick besser da als Wolfschlugen, allerdings haben die ein Heimspiel – von daher sehe ich die Chancen bei 50:50 und die Tagesform wird wohl entscheiden“, glaubt Michael Stettner, der zudem findet: „Im Vergleich zur letzten Saison haben sie sich auf einigen Positionen verstärkt, beispielsweise mit Lenya Treusch oder Jasmin Dirmeier, die beide Zweitligaerfahrung haben. Auch ihre aktuelle Position spiegelt wider, das Wolfschlugen als Aufsteiger eine sehr gute Saison spielt. Das muss man neidlos anerkennen.“ Von seinem Team erwartet er, dass es „den positiven Schwung aus den letzten Partien mitnimmt und sich weiter entwickelt“. Alles in allem würde er seine Mannschaft „auf einem sehr guten Weg“ sehen. „Man kann klar Fortschritte in mehreren Bereichen erkennen. Und man darf nicht vergessen, dass Denise Geier seit Ende November fehlt. Das fangen wir aber im Kollektiv super auf. Ähnlich war es letzte Saison bei Alisa Berger. Das zeigt, dass die Mannschaft lebt und intakt ist.“

Fehlen wird am Sonntag in Wolfschlugen aber nicht nur Denise Geier, sondern auch Torhüterin Rena Keller, die am Sonntag in der B-Jugend-Bundesliga spielt. „Als Backup für Jana Brausch konnten wir aber Hanna Kümmerlen, eine ehemalige Jugendspielerin des Vereins, gewinnen. Sie hat die letzten Monate pausiert, vorher aber bei Neckarsulm und der SG BBM Bietigheim II mehrere Jahre gespielt. Wir sind Hanna alle sehr dankbar. Es ging super schnell und unkompliziert, sie hat sogar bereits mit der Mannschaft trainieren können“, berichtet Stettner.

Was das Thema Personalien angeht, tut sich langsam auch das ein oder andere: Dass Feride Günsoy zum TV Möglingen wechselt, war ja bereits bekannt. Sicher ist jetzt aber auch, dass Isabel Mangold nicht weitermachen wird. „Ihr fehlt aus beruflichen und privaten Gründen die Zeit, um das Thema Handball zu hundert Prozent zu betreiben“, berichtet Gramsch. Torhüterin Tabea Kraft wird ihre aktive Karriere zudem komplett beenden, jedoch das Torwart-Trainer-Amt von Steffen Sotzny übernehmen, der kommende Runde nicht mehr zur Verfügung stehen wird.