SGSB – im Gespräch

Veröffentlicht am von Andreas Stütz.

Erster Interviewpartner der Herren 1 nach Weihnachten ist heute Tobias Lessig.

1. Die Welt spielt seit fast einem Jahr quasi verrückt. Pandemie, Lockdown, Besuchsbeschränkungen, Reiseverbot, Schnelltests und vieles mehr, sind Begriffe, die wir bis dato kaum gebrauchten. Wie hat sich für dich deine Welt verändert? 

Mehr Zeit für die Familie, die man nicht wirklich nutzen kann – das trifft es ziemlich gut. Aber wenn man die vielen negativen Schlagzeilen in den Nachrichten verfolgt, kann man sich glücklich schätzen, wenn das die einzigen Veränderungen in dieser Zeit sind. 

2. Leistungssport bedeutet auf den Punkt fit zu sein. Topleistungen abzurufen, sie zu bestätigen und sich immer am oberen Leistungslevel aufzuhalten. Zudem lebt der Handballsport von Teamgeist, Zusammengehörigkeit auf sowie neben dem Platz sowie einer großen Kameradschaft. Wie bekommt man das in einer solchen Situation alles gebacken. Zumal Beruf, Schule und Co ja auch noch vieles abverlangen? 

Was sicherlich fehlt ist die zwischenmenschliche Komponente. Bis auf ein paar virtuelle Treffen bleibt natürlich alles auf der Strecke. Da wir uns aber alle gut verstehen und super Charaktere im Team haben, wird es nicht lange brauchen, wieder den richtigen Spirit aufzubauen sobald es wieder losgeht. 

3. Wie hält sich die Mannschaft in der Zeit ohne Mannschaftstraining fit? Gibt es einen Trainingsplan, welcher abgearbeitet werden muss? 

Mit Beginn der unfreiwilligen Pause Anfang November, haben alle Spieler einen wöchentlichen Trainingsplan mit Ausdauer und Krafteinheiten erhalten, der zum Erstauen unseres Trainers relativ diszipliniert verfolgt wird. Ich persönlich habe hin und wieder vor allem Schwierigkeiten mich fürs Laufen zu motivieren, insbesondere wenn es regnet und kalt ist. Wenn man es dann hinter sich hat, fühlt es sich aber umso besser an. 

4. Das Jahr 2020 neigt sich dem Ende zu. Ein Jahr das Höhen und Tiefen hatte. Was sind deine Erwartungen an das neue Jahr? 

Da dank Corona über allem ein großes Maß an Ungewissheit steht, will ich keine Erwartungen an das Jahr 2021 formulieren. Meine Wünsche hingegen sind schnell zusammengefasst: Gesund bleiben und eine Eindämmung der Pandemie, sodass in allen Lebensbereichen wieder etwas Normalität einkehren kann. 

5. Fans sind das Salz in der Suppe oder der Turbo in der alles entscheidende Spielphase. Ist das wirklich so? Nehmt ihr das wahr und puscht euch das? Was wünscht du euren Fans für das neue Jahr und was wünschst du dir von den Fans? 

Handball, wie beinahe jeder andere Sport, ist ohne Fans nur halb so schön. Darum hoffe ich, dass das Interesse am Handball weiterhin so groß bleibt und ihr, liebe Fans, zahlreich zu den Spielen erscheint. Dadurch werden auch die Vereine wieder gestärkt, die für unsere Freizeit doch so eminent wichtig sind. Ich wünsche allen einen guten Start ins Jahr 2021 mit weitaus mehr positiven als negativen Ereignissen.