SGSB – im Gespräch

Veröffentlicht am von Andreas Stütz.

Unser Gesprächspartner am heutigen Sonntag ist Daniel Zieker.

1. Die Welt spielt seit fast einem Jahr quasi verrückt. Pandemie, Lockdown, Besuchsbeschränkungen, Reiseverbot, Schnelltests und vieles mehr, sind Begriffe die wir bis dato kaum gebrauchten. Wie hat sich für dich deine Welt verändert?

Die größten Veränderungen gab es (wie bei allen eigentlich) im privaten Bereich. Ausgangssperren und Kontaktbeschränkungen beeinflussen die sozialen Kontakte schon erheblich. Beruflich hat sich mein Alltag bis auf die Hygienemaßnahmen gar nicht verändert. Ein positives hat die ganze Situation aber: es bleibt deutlich mehr Zeit für die Familie, worüber sich natürlich meine Tochter freut.

2. Leistungssport bedeutet auf den Punkt fit zu sein. Topleistungen abzurufen, sie zu bestätigen und sich immer am oberen Leistungslevel aufzuhalten. Zudem lebt der Handballsport von Teamgeist, Zusammengehörigkeit auf sowie neben dem Platz sowie einer großen Kameradschaft. Wie bekommt man das in einer solchen Situation alles gebacken. Zumal Beruf, Schule und Co ja auch noch vieles abverlangen?

Natürlich fehlen die regelmäßigen Trainingseinheiten und der Kontakt zu den Mannschaftskameraden. Aber im Moment rückt das leider in den Hintergrund. Wie schon gesagt, hat sich für mich aus beruflicher Sicht nicht allzu viel verändert. Daher verlangt mir das nicht mehr ab als sonst auch.

3. Wie hältst Du dich in der Zeit ohne Mannschaftstraining fit? Gibt es einen Trainingsplan vom Trainerteam, welcher abgearbeitet werden muss?

Es gibt einen wöchentlichen Trainingsplan, der abgearbeitet werden muss damit wir möglichst fit aus dieser Zeit herausgehen und dann schnell mit Handballspielen wieder beginnen können. Allerdings ist es ohne regelmäßiges Training in der Halle schwierig die Motivation aufrecht zu erhalten. Und mit zunehmender Dauer schwindet auch die Hoffnung, dass diese Saison nochmal angepfiffen wird. Aber unter‘m Strich trainiere ich ja für mich selber.

4. Das Jahr 2020 ist seit einer starken Woche Geschichte. Ein Jahr das Höhen und Tiefen hatte. Was sind deine Erwartungen an das neue Jahr

Definitiv wieder ein Stück Normalität und Gesundheit. Alles andere haben wir nicht in der Hand und müssen es auf uns zukommen lassen.

5. Fans sind das Salz in der Suppe oder der Turbo in der alles entscheidende Spielphase. Ist das wirklich so? Nehmt ihr das wahr und puscht euch das? Was wünscht du euren Fans für das neue Jahr und was wünschst du dir von den Fans?

Natürlich bekommt man die Atmosphäre auf den Rängen als Spieler mit und das pusht einen enorm. Ich wünsche mir, dass wir irgendwann wieder unter normalen Bedingungen Handball spielen und die Fans Handball schauen können. Aber die Gesundheit und berufliche sowie familiäre Situation steht momentan an erster Stelle. Erst danach kommt mit einigem Abstand der Amateursport.