Weibl. B1 mit verdientem Punktgewinn im letzten Saisonspiel (31:31)

Veröffentlicht am von Andreas Stütz.

Nachdem es in den vergangenen Wochen viele Spielverlegungen und auch -absagen gab, stand für die weibliche B1 der SG Schozach-Bottwartal am Samstag relativ kurzfristig das letzte Saisonspiel an. Gegen die Stuttgarter Kickers wollte man nochmals alles zeigen und mit einem positiven Resultat die Saison beenden. Doch es war jedem klar, dass hier nur dann ein Punktgewinn möglich ist, wenn das gesamte Team alles Mögliche in die Waagschale wirft und Vollgas gibt. 

Leider konnte die Partie erst verspätet angepfiffen werden, da der eingeplante Schiedsrichter nicht erschienen war. Glücklicherweise konnte vor Ort ein Ersatz gefunden werden – danke an die Kickers für die schnelle und unkomplizierte Lösung an dieser Stelle. Nach dieser Verzögerung starteten beide Mannschaften direkt wie die Feuerwehr. Von der ersten Sekunde an war zu sehen, dass es heute für beide Teams um einiges ging. Es entwickelte sich ein Schlagabtausch auf Augenhöhe, bei dem sich keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. Die SGSB agierte aus einer hoch motivierten 3:2:1 Abwehr und versuchte so früh das Angriffsspiel der Gastgeber zu unterbinden. Dies gelang bis zur 23. Minute und einem 13:13 auch auf Basis einer stabilen Torhüterleistung sehr gut. Doch leider waren in den letzten beiden Minuten der ersten Halbzeit die Akkus aufgebraucht und die Absprachen in der Abwehr nicht immer optimal. Die Kickers fanden zu oft eine freie Lücke und bauten bis zur Pause einen Vorsprung bis zum 15:13 auf. 

In der Halbzeitansprache versuchte das Trainerteam die Mannschaft weiter zu motivieren. Bisher konnte man mit der Leistung sehr zufrieden sein – jetzt musste man hier nur auch in Durchgang zwei anknüpfen und noch die kleinen Fehler vermeiden. In der Abwehr wollte man noch stärker die Passwege zustellen und so schnelle Ballgewinne erzielen. Auf der Gegenseite im Angriff musste man noch mehr in die Lücken gehen und sich vor allem auch für die erarbeiteten Wurfmöglichkeiten belohnen. Eins war jedem klar – heute wollen wir definitiv mindestens einen Punkt mit nach Hause nehmen!

Doch zu Beginn des zweiten Durchgangs erwischte die SGSB einen katastrophalen Start. Mit 3:0 Toren bauten die Stuttgarter Kickers ihren Vorsprung auf fünf Tore zum 18:13 in der 32. Minute aus. Die Trainier reagierten mit einer Auszeit und versuchten so das Team wieder zurück ins Spiel zu bringen. Das schien erst nicht zu gelingen, aber dann fasste sich die SGSB nochmals ein Herz. Alles oder Nichts – so spielte die Mannschaft komplett frei auf und kämpfte sich zum 24:23 in der 42. Minute zurück. Aber auch jetzt führten einfache Fehler zu Ballverlusten, welche die Stuttgarter Kickers stets direkt mit einem Gegentor bestraften – aber die Gäste blieben in Schlagdistanz. So stand es in der 47. Minute wieder 29:27. Jetzt griffen die Trainer der SG zum allerletzten taktischen Mittel und stellten auf eine komplette Manndeckung um. Durch einen schnellen Ballgewinn gelang hier auch direkt der 30:29 Anschlusstreffer. Die Kickers reagierten nochmals mit einer letzten Auszeit, um den Tagessieg perfekt zu machen. Doch die Mädels der SGSB kämpften mit allem was sie haben und schafften genau sieben Sekunden vor dem Schlusspfiff den entscheidenden und vor allem auch verdienten 31:31 Ausgleichstreffer. 

Bei diesem Spielverlauf kann man definitiv sagen, dass die SGSB heute einen Punkt gewonnen hat. Vor dem Spiel hätte keiner geglaubt, dass man mit diesem starken Gegner so lange auf Augenhöhe mitspielen kann, aber die Mannschaft hat heute endlich zum Abschluss der Saison gezeigt, wie viel Potential in ihr steckt. Das lässt auf sehr viel größere Erfolge in der Zukunft hoffen – weiter so Mädels. Wir sind alle sehr stolz auf Euch! Ein großer Dank geht auch an die Fans und Unterstützer, die uns heute begleitet haben. 

Es spielten: Laura Ippich (Tor), Vivien Haiser, Maike Herdle, Lara Däuble (7/1), Lena Siebert (9), Maja Härle, Anne Hochmuth (4), Marielene Reichhardt (9), Lea Thierer (1), Emely Janiak (1) und Joelina Kübler. 

Auf der Bank: Bianca Dinkel, Katharina Selcho und Lena Stahr.