Herren 1 – auswärts beim nächsten Mitfavoriten

Veröffentlicht am von Andreas Stütz.

Bericht von Lars Laucke

Nicht viele hatten zum Saisonauftakt in der Handball-Württembergliga wohl auf einen Sieg der SG Schozach-Bottwartal gegen den Vorjahres-Dritten TSV Deizisau getippt. Doch die Männer von Trainer Henning Fröschle setzten sich überraschend mit 31:28 durch. Und damit ist auch klar, dass sich ein 0:10-Start wie vor einem Jahr nicht wiederholen wird. „Das war angesichts des Auftaktprogramms keine Selbstverständlichkeit“, so Fröschle. „Das macht die Fahrt zum ersten Auswärtsspiel leichter, die Aufgabe wird dadurch aber nicht einfacher.“ Denn am Sonntag um 17 Uhrmuss die SG beim TSV Zizishausen antreten, einem der Absteiger aus der BWOL. „Und was man so hört, wollen sie direkt wieder rauf“, weiß Fröschle.

Allerdings hat der TSV zum Auftakt in Albstadt verloren. „Wobei dort auch letzte Saison nicht viele Teams gewonnen haben. In Albstadt ist es verdammt schwer. Aber es ist klar, dass Zizishausen jetzt im ersten Heimspiel unter Druck steht“, sagt der SG-Coach. Die Spielvorbereitung gestaltet sich dabei etwas schwierig, „weil das neue Videoportal des Verbandes nicht funktioniert und ich daher keine Bilder vom Spiel Albstadt gegen Zizishausen habe. Ich kann nur hoffen, dass der Gegner das gleiche Problem hat und wir beide quasi ahnungslos in die Partie gehen.“ Henning Fröschle muss sich daher auf mündliche Aussagen von anderen Trainern verlassen. „Aber hören ist nicht sehen. Anscheinend spielt Zizishausen mit einer 5:1-Abwehr, wechselt aber ab und zu auch zu einer 6:0 – das ist also ähnlich wie bei uns. Wir haben sowohl gegen eine offensive als auch gegen eine defensive Abwehr Lösungen im Repertoire. Ob die dann im Spiel auch funktionieren, steht natürlich auf einem anderen Blatt.“

Verzichten muss Fröschle weiterhin auf den verletzten Maxim Gries (Nasenbeinbruch), außerdem ist Abwehrspezialist Jonas Keller privat verhindert. Und hinter Neuzugang Fabian Baldreich steht ein großes Fragezeichen. „Er hat Schulterprobleme. Er hatte ja lange kein Handball gespielt, da war der Wiedereinstieg scheinbar etwas zu viel. Wir müssen da aufpassen, dass wir ihn behutsam wieder aufbauen und nicht verheizen“, so Fröschle.