Damen 1 – viele Kilometer, aber keine Punkte

Veröffentlicht am von Andreas Stütz.

Bericht von Lars Laucke

Rund 1600 Kilometer Fahrt über zwei Tage und Nächte brachten den Handballerinnen der SG Schozach-Bottwartal keine Punkte. Die längste Auswärtsfahrt der Saison in der 2. Bundesliga zum TSV Nord Harrislee vor den Toren von Flensburg endete mit einer 19:27 (8:13)-Niederlage. Die Vorbereitung mit dem Großteil der Anreise bereits am Freitag sei sicher gut gewesen. „Die Mannschaft war von Beginn an eigentlich ganz gut im Spiel und wirkte frisch“, fand Interimscoach Daniel Heidecker, der den im Urlaub weilenden Jürgen Krause an der Seitenlinie vertrat. Doch nach einem zwischenzeitlichen 4:4 (10.) kam ein Bruch ins SG-Spiel. „Insgesamt hatten wir einfach Probleme im Angriff. Wir sind zu oft ins Zeitspiel gekommen, was wir eigentlich vermeiden wollten. Dadurch wurden immer wieder schlecht vorbereitete Würfe genommen“, monierte Heidecker. Zehn Minuten später lagen die Gäste mit 5:11 hinten. „Wir haben zwar die letzten zehn Minuten vor der Pause nur noch zwei Treffer kassiert und dabei wirklich gut verteidigt. Aber wir machen selbst auch nur noch drei Tore und sind dadurch beim Wechsel mit fünf Toren hinten. Wenn wir da auf zwei oder drei Treffer rankommen, fängt der Gegner vielleicht an nachzudenken.“ 

Die fünf Tore waren hingegen ein zu große Hypothek, Harrislee zog die Partie souverän durch. Und so gab es die sechste Niederlage in Folge seit dem Auftaktsieg gegen die SG Mainz-Bretzenheim. Doch Daniel Heidecker betont: „Von Resignation ist nichts zu spüren. Das Team hat über 60 Minuten gekämpft und den Kopf nicht in den Sand gesteckt. Es war allen klar, dass man als Aufsteiger eine schwierige Saison vor sich hat. Aber der Abstand zu den Teams bis zur Tabellenmitte ist auch noch nicht sehr groß“, so Heidecker mit Blick auf die Tabelle. Da ist die SG mit 2:12 Punkten derzeit zwar Letzter, hat aber nur drei Zähler Rückstand auf Rang 10.

SG Schozach-Bottwartal: Brausch, Keller – Hanak (2), Däuble (5/1), Hees, Weber (3/1), Schrembs, Klenk (1), Bauer, Räuchle, Fabritz (5), Loehnig (3)