männl. B1 - dreht Partie nach schwierigem Start und gewinnt mit 32:26

Die männliche B-Jugend der SG Schozach-Bottwartal hat in der Bezirksoberliga einen hart erarbeiteten Heimsieg gefeiert. Gegen den TV Hardheim 1895 setzte sich die SG am Samstag in der Beilsteiner Langhanshalle nach einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit mit 32:26 durch. Zur Pause hatte die Mannschaft noch mit 10:12 zurückgelegen.

Dabei erwischte die SG alles andere als einen guten Start in die Begegnung. Von Beginn an tat sich die Mannschaft schwer, in ihr gewohntes Spiel zu finden. Im Angriff fehlten zunächst die nötige Konsequenz und Präzision. Auch gute und teilweise einfache Möglichkeiten blieben ungenutzt. Hinzu kam ein gut aufgelegter gegnerischer Torhüter, der seinen Anteil daran hatte, dass die SG zunächst kaum zu Torerfolgen kam.

Das nutzten die Gäste aus Hardheim konsequent. Nach nicht einmal sechs Minuten lag die SG bereits mit 0:5 zurück. Erst Mattis Hagelauer gelang der erste Treffer für die Gastgeber. Danach kam die Mannschaft endlich besser in die Begegnung. Bela Dwertmann und Julius Fleischer legten nach und verkürzten innerhalb kurzer Zeit auf 3:5. Spätestens jetzt war die SG auch ergebnistechnisch in der Partie angekommen.

Die Aufholjagd setzte sich fort. Über das 4:5 und einen verwandelten Siebenmeter von Mattis Hagelauer gelang beim 6:6 erstmals der Ausgleich. Wenig später brachte Hagelauer die SG beim 7:6 sogar zum ersten Mal in Führung. Aus einem 0:5 war damit innerhalb weniger Minuten ein 7:6 geworden.

Vor allem die Abwehr der SG stand in dieser Phase deutlich besser und bildete die Grundlage dafür, dass sich die Mannschaft trotz der Schwierigkeiten im Angriff zurückarbeiten konnte. Auch wenn vorne längst noch nicht alles funktionierte, blieb die SG über die Defensive im Spiel.

Beim 9:7 und wenig später beim 10:8 schien es zunächst so, als könne sich die SG vor der Pause sogar etwas absetzen. Doch gerade in den letzten Minuten des ersten Durchgangs schlichen sich wieder Nachlässigkeiten ein. Hardheim nutzte diese Phase und erzielte vier Treffer in Folge. So wurde aus der 10:8-Führung der SG bis zum Pausenpfiff ein 10:12-Rückstand.

Die Halbzeitpause kam deshalb zur richtigen Zeit. Trotz des Rückstands war klar, dass in dieser Partie weiterhin alles möglich war. Die SG hatte bereits bewiesen, dass sie sich auch von einem deutlichen Fehlstart nicht aus der Ruhe bringen ließ. Entscheidend für den zweiten Durchgang musste nun sein, die eigenen Möglichkeiten konsequenter zu nutzen und die Konzentration über einen längeren Zeitraum hochzuhalten.

Nach dem Seitenwechsel blieb die Begegnung zunächst umkämpft. Hardheim behauptete seine Führung und lag beim 11:14 sowie beim 13:15 weiterhin vorne. Die SG ließ sich davon jedoch nicht abschütteln. Mattis Hagelauer, Bela Dwertmann und Niklas Stork sorgten dafür, dass beim 16:16 erneut der Ausgleich hergestellt war. Zwar gingen die Gäste beim 16:18 nochmals mit zwei Treffern in Führung, doch langsam verschob sich das Momentum zugunsten der SG.

Noel Müller-Wöhrle verkürzte auf 17:18, Bela Dwertmann erzielte den Ausgleich und Mattis Hagelauer brachte die SG beim 19:18 wieder in Führung. Nach dem erneuten 19:19 der Gäste folgten zwei Treffer von Bela Dwertmann zum 21:19. Von nun an gab die SG die Führung nicht mehr aus der Hand.

Gerade Mitte der zweiten Halbzeit bekam die Mannschaft das Spiel immer besser unter Kontrolle. Auffällig war dabei, dass die Verantwortung auf viele Schultern verteilt wurde. Immer wieder kamen andere Spieler zu erfolgreichen Abschlüssen. Luca Kanamüller traf zum 22:20, Niklas Stork erhöhte auf 23:21 und Bela Dwertmann stellte anschließend auf 24:21. Die SG hatte sich damit erstmals etwas Luft verschafft.

Ganz entschieden war die Begegnung zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht. Hardheim kämpfte weiter und verkürzte noch einmal auf 24:23. Die Partie drohte erneut zu kippen, doch diesmal ließ sich die SG nicht mehr aus ihrem Rhythmus bringen. Bela Dwertmann verwandelte einen Siebenmeter zum 25:23. Nachdem Hardheim noch einmal auf 25:24 herangekommen war, zeigte die SG in der entscheidenden Phase ihre stärksten Minuten.

Luca Kanamüller traf zum 26:24, Mattis Hagelauer erhöhte auf 27:24 und anschließend schlug zweimal Julius Fleischer zu. Hagelauer setzte mit dem Treffer zum 30:24 den Schlusspunkt unter einen beeindruckenden 5:0-Lauf der SG. Innerhalb weniger Minuten war aus einer vollkommen offenen Partie eine Sechs-Tore-Führung geworden.

In der Schlussphase ließ die SG nichts mehr anbrennen. Zwar kam Hardheim noch zum 30:25, doch Julius Fleischer antwortete mit dem 31:25. Den letzten Treffer der SG erzielte Liam Heuschele zum 32:25, bevor die Gäste mit dem 32:26 lediglich noch Ergebniskosmetik betreiben konnten.

Am Ende stand damit ein verdienter 32:26-Heimerfolg, der vor allem aufgrund des Spielverlaufs bemerkenswert war. Nach dem 0:5-Fehlstart und dem 10:12-Rückstand zur Pause musste sich die SG diesen Erfolg Stück für Stück erarbeiten. Entscheidend war, dass sich die Mannschaft auch in schwierigen Phasen nicht aus der Partie verabschiedete und sich über die Abwehr immer wieder zurückkämpfte. In der zweiten Halbzeit steigerten sich zudem Konsequenz und Durchschlagskraft im Angriff.

Besonders erfreulich war die breite Verteilung der Tore. Acht verschiedene Feldspieler trugen sich für die SG in die Torschützenliste ein. Mit zehn Treffern war Bela Dwertmann der erfolgreichste Werfer, dicht gefolgt von Mattis Hagelauer mit neun Toren. Julius Fleischer und Luca Kanamüller steuerten jeweils vier Treffer bei. Niklas Stork traf zweimal, Max Veigel, Noel Müller-Wöhrle und Liam Heuschele jeweils einmal. Jonas Dwertmann und Maxim Ulm standen als Torhüter im Aufgebot.

So bleibt unter dem Strich nicht nur der 32:26-Erfolg, sondern auch die Erkenntnis, dass sich die SG selbst aus einer schwierigen Ausgangslage zurückkämpfen kann. Gerade die Reaktion auf den schlechten Beginn und die Entschlossenheit in der entscheidenden Phase der zweiten Halbzeit machten letztlich den Unterschied. Aus einem Spiel, in dem zunächst wenig zusammenlief, entwickelte die SG mit zunehmender Dauer eine geschlossene Mannschaftsleistung und belohnte sich am Ende mit zwei Punkten.

SG Schozach-Bottwartal: Max Veigel (1), Mattis Hagelauer (9), Anton König, Noel Müller (1), Julius Fleischer (4), Henry Lang, Niklas Stork (2), Liam Heuschele (1), Jonas Dwertmann (Tor), Maxim Ulm (Tor), Bela Dwertmann (10), Luca Kanamüller (4).
 

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Veröffentlichung

Mo, 19. Oktober 2026

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